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Ton (tiefer). Tonangeber.
Ton (tieftr), s. oben, S. 643, 654.
— (Volks-), der Ton, welcher im Volke gangbar ist, inseinen Sitten und Gebräuchen liegt, darin Wurzel ge.faßt hat, und sich sowohl in seinem Hauswesen, alsauch in seinen Vergnügungen äußert. Jedes Volk offen-bart hierin, wenn es nicht durch äußere Stürme zu hartergriffen worden, etwas Eigenthümliche- und fast Unver-mischbares, welches sich bei allerUeberkleidung derNeuc-rungen, welche derZeitgeist mit sich bringt, immer wiederherauserkennen läßt; es ist der Typus seines Charaktersund seiner Gewohnheiten.
—, der Volksschriftsteller, s. oben, S. 690 u. f.
— (Welt.), der Ton der großenWelt. derguteTon, feine Ton. s. oben, S.667u.f., und untcrLe-bcnsart, Th. 67, S. 112 u. f.
Tonangebee, eine Person, welche den Ton, sowohl inGesellschaften, als auch in der Mode angicbt, daraufgleichsam studiert, sich so auszuzeichnen, daß sie Beifallerhält, daß dasjenige, waS sie augiebt oder hervorbringt,nachgeahmt wird, sowohl in der Anordnung der Gesell-schaftsspiele aller Art, der Unterhaltung in Deklamationoder Dortrag, als auch in Musik und Gesang, kurz inAllem, was zur geselligen Unterhaltung gehört, so auchdurch Aufbringung von Moden, nicht bloß im Anzüge-oder der Kleidung, sondern auch in andern Gegenstän-den, welche zur Herrentoilette gehören; so auch vonPersonen weiblichen Geschlechts in den Moden, die sichfür die weibliche Toilette schicken; so auch in der Zim-mermöbiirung, in den Dinös, Soupos und Bällen rc.Es gehört dazu ein eigenes Talent, eine Gabe, die an-,zieht und festhält oder fesselt. — Erzwingen kann manden Ton nicht; man kann seinen Erfindungen nicht dieGeltung geben, die man wünscht, auf die man gerechnethat, sondern das Publikum, welches man um sich ver-sammelt, oder mit welchem man in ein gesellschaftlichesVerhältniß tritt, muß Alles, was man zu dessen Der-