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Tönen.
einen Ton von sich geben, in der ersten eigentlichen Be-deutung des Hauptwortes. Ein tönend Erz, 1 Cor.13,1. Deine Empfindung töne deinem Ge>schlechte einaktig (Herd.). Da für die verschiedenenArten der Töne eigeneZeitwörter üblich sind, um solchenäher zu bestimmen, so wird dieses Wort in dem ge-wöhnlichen Sprachgebrauche seltener gebraucht, als inder höheren Schreibart, wo man es oft für die eigent-lichem Zeitwörter findet. UnserGesang tönet dannweit umhcr(Gesn), für schallet. Munterkeit undFreude tönt jetzt durchs Thal (ders.). Ach! wietönen ihre Lieder durch dasThalzurHeimathwieder.—Tönt in meinen Lobgesang, Wellen,Felsen und Gestade (Raml.). Das Tönen derMorgenglocke. Da tönt die Glocke zur Besperwieder. Der biblische Gebrauch für jauchzen, bla.sen rc., ist im Hochdeutschen ungewöhnlich. DasVolk tönete laut, daß man das Geschrey fernehörcte, Esra 3, II, 13. Da riefen die KinderAaron laut, und bliesen mit Trommeten undtöneten laut, Sir. SO, 18. Ich will sie wie eineHerde mit einander in einen festen Stall thun,daß es von Menschen tönen soll, Mich.2,12.—2. Als ein Activum, mit den Tönen oder vermittelstder Töne zu erkennen geben, doch nur in der höherenSchreibart. Alle Thiere bis auf den stummenFisch tönen ihre Empfindung (Herd.). Werkann Gestalten reden? Wer kann Farben tö-nen? (Herd.) Töne sanfte Leyer, töne Lust undWein (Lcss.). So auch dasTönen. Anmerkung,nachAdelung. Bei den Schwäbischen Dichtern, welchees auch für singen brauchen, rlönen, im Niedersächsischendönen. Es ist eine unmittelbare Nachahmung des tö-nenden Lauts, welcher sich durch keine andere Worte be-schreiben läßt. Das Lateinische Louas und 8onu8, so-irare, sind auf das Genaueste damit verwandt. In an-