216 Ueberein. Nebereknander gerollt.
Ucbcreilungs fünden, Uebcreilungsfe h l e r,welche in der Eile aus Mangel der gehörigenUebcrlegung begangen werden.
Ueberein, ein Nebenwort, einerlei Bestimmung ha-bend, daher in einer Sache übereinkommen,übereinstimmend sie begehen. Ucbereinstimmen,einerlei Ton, einerlei Inhalt haben. Ihre Aus-sagen stimmten nicht überein, waren in denBegriffen nicht einig. In den Meinungen, Neigun-gen und Ansichten nicht übereinstimmen, nicht gleicheGeistesrichtungen darin haben. Mit den beidenZeitwörtern kommen und stimmen ist es am ge-bräuchlichsten; auch mit lauten, klingen und klei-den kommt es vor. So z. B. überein kleiden,auf einerlei Art, gleichförmig; allein mit andern Zeit-wörtern ist es nicht gewöhnlich. Nach Adcluug sollman dieses Nebenwort nicht mit dem Zeitworte,wozu es gesellt wird, als ein Wort verbinden undschreiben, z. B. übereinstimmen, sondern richti-ger überein stimmen; die davon gebildetenNennwörter sind wahre und regelmäßige Zusammensetzungen, wie Nebereinkunft, Ueberein-stimmung tc.
Uebereinander blatten, in der Baukunst, wennzwei Stücke Holz, die zusammen verbunden wer-den sollen, da wo sie zusammen liegen, nur alsein einziges betrachtet werden, indem sie beim Ue-bereinanderlegen so zusammenpassen, daß sie einsausmachen. Sie werden daher in der Dicke undin Allem so bearbeitet, daß sie zusammen paffenmüssen, wenn sie übereinander gelegt werden.
Uebereinander gerollt, übergerollt, iZupeivoltt-5uj»-ivi>sutii8, in der Botanik, wird beiBlattern in der geschlossenen Knospe oder bei Sa-menlappen gebraucht. Man bezeichnet durch über-einander gerollt oder übergerollt, wenn