Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberschleyerri. Ueberschlingen.

Ueberschleyern, mit einem Schleyer überdecken, wofürman auch verschleyern gebraucht. Die Jung-frau hat sich überschleycrt, auch verschleyert,mit einem Schleyer ganz bedeckt, das heißt, den gan-zen Kopf mit einem Schleyer verhüllt, den Schleyerso über den Kopf geworfen, daß er sowohl das Ge-sicht, als auch den Hintern Theil des Kopfes bedeckt.— Figürlich überschleyert man einen Betrug,wenn man ihn recht künstlich zu verdecken sucht. S oüberschleyert man jede That, wenn man sie zuverdecken sucht. — So wird von den Alten die Nachtals eine schöne überschleyerte Jungfrau,auf einemFels-blocke sitzend, dargestellt, welche in ihren weitenMantel den Schlaf und den Tod hüllt. Der Erstereerscheint als Knabe mit einem Mohnstengel in derHand, und der Zweite, gleichfalls als Knabe mit ei-ner umgekehrten Fackel.

Ueberschlichten, beim Klempner, mit dem Schlicht-hammer die Oberfläche eines Bleches schlichten oderglattmachen. — So überschlichten die Weber dieKettenfäden des Leinen- und Baumwollen-Garnesmit einem dünnen Arabischen Gummi oder mit Stärke-brei, indem sie solche damit bürsten, damit diese Fä-den das Reiben in den Augen der Schäfte und zwi-schen den Stiften des Riedtblattes besser ertragenkönnen. — Bei den Holzarbeitern: Tischlern,Zimmerleuten, Siebmachern rc., werden die Hölzerüberschlichtet, das heißt, mit dem Schlichthobel glattgemachtoder geebnet. — So überschlichten die Metall-arbeiter mit der Schlichtfeile die Metallwaaren, indemsie solche mit der genannten Feile überfahren, um siezu glätten. S. auch den Artikel Schlichten, Th.146, S. 24 u. f.

Ueberschlingen, bei den Nähterinnen, eine Art zunahen, indem man Hohlnähte macht. Beim Durch-Pec. rechn. Eric. Tb. 6X6II. K k