Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberschwemmen und Überschwemmung. 551

den auch bald von dem herabgespülten Graut undder großen Menge Hagel, der zu gleicher Zeit fiel,verstopft. Die kleinern Gebäude wurden zum Theilganz im Sande vergraben, und andere bis in diezweite Etage mit solchem umgeben. Viele Menschenkamen in ihren Häusern ums Leben. Der trockeneGraben vor dem Südthore war ganz mit Sand an-gefüllt, und die Kanonen auf den Batterien von die-sem Südthore bis nach der neuen Mole, waren ganzim Sande versunken. Der Wall zwischen der Salu-ting und Whitc-Cloister-Batterien (längst der Bay)war eingeschossen und hatte eine Bresche von beinahe18 Jards bekommen. Der gerade damals die Campode Gibraltar kommandirende Herzog von Crillon,recognoscirte den folgenden Tag in einem Bootediese Bresche und andere Schäden, welche die Fe-stungswerke erlitten hatten. Er schlug seinem Hofevor, Truppen vorrücken zu lassen, und von dieser sichdarbietenden Gelegenheit Gebrauch zu machen, um inden Besitz einer Festung zu kommen, die man so langevergeblich sich bemühet hatte mit der Krone Spanienwieder zu vereinigen; allein der Madrider Hof hieltes damals zu bedenklich mit England, welches schonzu dem Gipfel seiner Große hinangeklimmt war, zubrechen; er rief auch den Herzog von Crillon zu-rück, um den Brittischen Gesandten in Madrid, derdarüber sehr aufgebracht war, zu beruhigen. — Mangewahrt aus den hier Statt findenden Ueberschwem-mungen, selbst der größten, daß sie nur höchstens einenTag dauern, indem sich das Wasser schnell durch dievielen Ocffnungen des Berges verliert, da es in an-dern Landen oft mehrere Tage steht, bald etwas ab,bald wieder zunimmt, je nachdem anhaltende Regen-güsse, oder das von den Bergen HerabfließendeSchneewasser es vermehren, oder beim Aufhören ver-mindern.