Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Überschwemmen und Überschwemmung. 565

und Bäche ist daher nothwendig, um Ueberschwem-mungen bei anhaltendem Regen zu verhüten; da diese,als Nebenflüsse der großen Ströme, es gerade sind,welche dieselben durch ihren Austritt verursachen, undauch den großen Strömen oder Flüssen das Wasserzuführen, indem sie alle Quellen des Landes aufneh-men. — Um den Überschwemmungen wilderStröme zu begegnen, ist weiter nichts zu thun, als da,wo sie in ihren Profilen nicht Oeffnung genug haben,ihnen Lust zu machen; widersetzt sich etwas ihremLaufe, so muß man jedes Hinderniß aus dem Wegeräumen, das dazu beiträgt, wie schon oben angeführtworden; serpentiren sie, so muß man die Serpentinendurchstechen; wo das Flußbett nicht Tiefe genug hat,da vertiefe man es; dann zertheile man sie durch Ka-näle, Abzugsgräben, ändere ihre Einmündung, kurzman suche aus jede mögliche Weise Alles anzuwenden,was die Hydrotechnik an die Hand giebt. DiejenigenGegenden sind gewöhnlich am meisten mit Ueber-schwemmungen geplagt, die viele Sümpfe und Mo-räste haben, und wozu noch aus dem Boden selbst eingroßer Zufluß kommt. Dieses sind Stauwasser,die immer einen wasserreichen Stand, eine wasserreicheGegend anzeigen. Hier ist es nöthig zu untersuchen,woher das Stauwaffer kommt, wie stark der Zuflußist, und wohin man es sicher zu leiten gedenkt, diesesfindet man nun unter Schleuse, Th. 145, S.646 u. f., wo von der Entwässerung der Län-dereien das Nöthige gesagt worden. — Alle mitglücklichem Erfolge vorzunehmende Entwässerungs-anstalten haben nur eine zu vermehrende Geschwin-digkeit des ablaufenden Wassers zum Ziele; und dieMittel sind entweder so beschaffen, daß sie nachhernicht mehr zu ändern stehen, wenn sie einmal in Thä-tigkeit gesetzt worden, oder sie bleiben dergestalt inunserer Gewalt, daß man sich ihrer nach Willkühr be-