576 Ueberschwemmen und Überschwemmung.
nigen Bewohner waren noch zu den glücklichen zuzählen, welche das nackte Leben in der großen Ver-wirrung bei dem Einstürze der Häuser retteten. —Auf der Neustadt in Ofen wurde die ganze Donau-zeile bis auf einige Häuser durch den Eisstoß wegge-rissen, mehrere stürzten um, und viele wurden starkbeschädiget. In Alt-Ofen sind mehrere hundert Häu-ser zu Grunde gegangen. Das Auswandern dauerteganze Tage und Nächte hindurch. In der Nacht vom13tcn zum 14ten überstieg die Donau den WaitznerDamm an seinem oberen Ende, und ergoß sich zugleichlängs der ganzen Stadt Pesth über die Ufer, unddurchbrach den Soroksarer Damm; dann stellte sichdas Eis in dem Csepelger Donauarme und bei So-roksar fest, und das Wasser stoß vom Pesther Heu-magazin in die Franzens-Vorstadt. Noch vor Mitter-nacht stürzten die Fluthen in die Häuser der an derDonau zunächst liegenden Gassen mit solcher Wuth,daß den Bewohnern des Erdgeschosses kurze Zeit zurRettung ihrer Person blieb. Und wenn gleich dasWasser nach einigen Stunden bedeutend zu fallenanfing, so erreichte es doch in kurzer Zeit wieder eineviel bedeutendere Höhe, als vorher,und erhielt sich aufderselben fast unermübet den ganzen Tag hindurch.Schon am Morgen des 14. März bald nach sechsUhr begann das furchtbare Gekrache einstürzenderHäuser in der Josephstadt, Franzstadt und in der un-teren Donaureihe, und wiederholte sich des Tagesmehrere Male. Nach allen Richtungen durchkreuztenKähne und Dampfschiffe die Straßen und Gassen,um zu retten, wo man nur konnte. In der darauffolgenden Nacht blieb Alles, wie am Lage, das Ein-stürzen der Häuser dauerte fort, vorzüglich in der Jo-sephstadt, wo man ein Erdbeben verspürt habenwollte, und wo viele Menschen ihren Untergang fan-den. Am folgenden Tage begann es auch in der