Ueberschmenimen und Ueberschwcmmung. 585
Tragbarkeit, und die meisten von ihnen sind entwederzopftrocken oder haben sonst einen Schaden an ihremStamme. Auch zeigt die Bruchcichc nie die Dauer-haftigkeit der Landeiche; sie wächst zwar sehr schnellund wird dabei stark, vergeht aber auch um so ge-schwinder. Die Verwallung der Flüsse ist nicht im-mer ein Sicherungsmittel gegen die gewöhnlichenUcbcrschwemmungen; denn oft hört man an diesenOrten sehr über den Schaden klagen, den die Waffer-fluthen beim Durchbrüche der Damme und Wälle ver-ursachen; denn in diesem Falle sind die Ueberschwem-mungen den Wäldern fast noch schädlicher, als wennder Strom die Freiheit hat, sich zu allen Zeiten beigroßem Wasser auszubreiten und über das User zugehen. Denn auf diese Weise steht das ausgetreteneWasser gemeiniglich nur eine kurze Zeit, weil es baldwieder in das Bett des Flusses zurückkehrt; wenn aberdie Ueberschwemmung einen Durchbruch der Dämmeverursacht, so ist das Wasser gehemmt, denn es kannnur durch die Oeffnungen, die es in den Dämmengemacht hat, wieder zurücktreten. Dieses länger ste-hen bleibende Wasser, thut nun den Wurzeln derBäume einen weit größeren Schaden, als dasjenige,das nach einigeil Tagen wieder zurücktritt, und dahersind Dämme an Flüssen da anzulegen, wo man Wäl-der gegen die l.leberschwemmung schuhen will, nichtrathsam. Oft geschehen aber diese Durchbrüche,wegen der Vernachlässigung der Dämme und Wälle,indem man die Ausbesserung derselben unterläßt,und hängt diese Ausbesserung von dem Eigenthümerdes Waldes ab, so ist es höchst unwirthschaftlich ge-handelt, wenn er solche unterläßt, und dadurch seinenganzen Wald in Gefahr bringt. Es ereignet sich oft,daß ganze Wälder auf eine geraume Zeit unter Was-ser gesetzt, und öfter den ganzen Sommer über nichtwieder trocken werden. Bei andern überschwemmten