Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebrrsiedeln und Übersiedelung. 621

stian schickte sogleich den Atayde, nebst allen Por-tugiesen, die sich in den Europäischen Kriegen ausge-zeichnet hatten, nach Indien, um die Besitzungen da-selbst zu erhalten. Dieser Feldherr, der als Statthal-ter eingesetzt worden, that alles nur Mögliche, umden Portugiesen wieder das Ansehen zu verschaffen,welches sie verloren hatten, und welches schon einmalvor ihm durch Don Juan de Castro mit vielenAufopferungen war hergestellt worden, aber wiederdurch schlechte Wirthschaft in Verfall gerathen war.Atayde, bediente sich der Macht und einer fei-nen Staatslist oder Politik, und siegte dadurch. Erüberwand seine Feinde, brachte wieder Ordnung indie öffentlichen Geschäfte und Gelder, suchte das Miß-trauen und den Mißbrauch zu verscheuchen, und warso als ein neuer Schöpfer der Portugiesischen Machtin Indien anzusehen; allein seine Schöpfung dauertenur so lange, als seine Verwaltung; denn nachdemTode des Königs Sebastian verfiel Portugal; dennmit seinemGroßoheim, demKardinalcHeinrich demDritten, der ihm in der Regierung (von I.'>78 bis1580) folgte, erlosch sein Haus, und Portugal kamunter Philipp dem Zweiten von Spanien unterSpanien, worunter es bis 1640 blieb, wo es sich inder Revolution am Isten December von Spanien los-riß und den Herzog von Braganza als Johannden Vierten auf den Thron erhielt, der das Reichbis 1656 regierte, und von da ab blieb es unabhän-gig, wie zuvor, bis auf die neueste Zeit. — Waswaren nun die Folgen aller dieser Eroberungen, allerdieser Vortheile für Portugal, nachdem es unter Spa-nische Herrschaft gekommen war? Der Sturz deseigenen Vaterlandes, indem es sich durch seine Aus-rüstungen für die Kolonien so geschwächt hatte, daßes keinen kräftigen Widerstand thun konnte. „Esscheint, sagt ein Schriftsteller, daß zu der Zeit der Ent-