Uebersiedeln und Uebersiedelung. 669
dagaskar geschehen; allein sie mißlang, wegen derRvhheit der Insulaner, die von keinen Fremden aufihrer Insel etwas wissen wollten, und sich auch bisauf die neueste Zeit ihre Unabhängigkeit erhaltenhaben. Man richtete nun seinen Lauf mit denSchiffen nach Ostindien, wo die Gesellschaft durchdie Kunstgriffe eines gewissen Markarat ausJs-pahan gebürtig, der aber in Französischen Dienstenstand, die Freiheit erhielt, Faktoreyen an verschie-dene Küsten Indiens anzulegen; auch versuchte manAntheil am Japanischen Handel zu bekommen, denaber die Holländer hinderten. Die Franzosen mach-ten nun hier Surate auf Guzurate zum Mittel-punkte ihres Ostindischen Handels, weil sich hiereine Menge von Jndiern, Persern, Arabern, Arme-niern, Juden und Europäern befand; dieses ge-schah im Jahre 1668 unter Anführung von Caroneinem Kaufmanue, der in den Diensten der Hollän-dischen Gesellschaft ergrauet war. Allein auch hierfand derselbe nicht die gewünschte Lage für denFranzösischen Handel mit Indien; er beschloß dahersich an der Bay von Trinkonomale auf der InselCeylon niederzulassen, wohin er auch ein starkesGeschwader führte, das man ihm von Europa ausunter den Befehlen des la Haye geschickt hatte unddessen Verrichtungen er leiten sollte. Aber auch dieseExpedition hatte, wegen der Holländer, die sich hierschon niedergelassen hatten, nicht den erwünschten Er-folg, und man war genöthiget mit den noch übriggebliebenen Schiffsleuten und Truppen sich nach derKüste vonKoromandel zu begeben, und sich auf Pon-dichery niederzulassen, und hier den Hauptsitz derFranzösischen Herrschaft zu gründen, welches unterColberts Ministerium 1670 geschah. Hierzuwirkte besonders ein gewisser Kaufmann Martin,d»r sich auf dem Geschwader des la Haye befand.