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können, um für das Mutterland zu arbeiten; was Ruß-land hierin thut, sind bloß Handlungsniederlassungen,wie z. B. an der Nordwestküste von Amerika, wegendes Pelzhanvels. Unter der Kaiserin Katharina derZweiten, 1787, fing man an Pelzkolonien aus denKurilen, Aleuten rc. anzulegen; allein die Bevölke-rung darauf ist nur geringe; denn auf den Aleutenvon 480 Quadratmeilen, leben kaum 300 Einwoh-ner; aber auf den Kurilen ist ihre Anzahl auf 7000gestiegen. Rußland hat die Einwanderungen Fremderin seine Staaten anfangs sehr begünstiget, wie z. B.der Würtenberger in Grusinien seit 1817, und dieseUebersiedelungen haben sich in Beffarabien, in denSüdrussischen Provinzen, und am Kaukasus glücklichbewährt. So z. B. haben sich in der Provinz Beff-arabien von 1814— 18 über 8300 Kolonisten, ausPolen, Preußen und Deutschen bestehend, angesie-delt, und viele Dörfer angelegt, welche die Namennach den Siegen der Russen über die Franzosen er-halten haben, z. B. Kulm, La Fere Champe-noise, Brienne, Leipzig, Paris, Arcisw.Besonders thätig zeigte sich dabei das Versorgungs-Comitk für Kolonisten im südlichen Rußland zu Cher-son. Da aber die Auswanderungölust aus Deutsch-land und der Schweiz nach Rußland unverhältniß-mäßig nach den Mitteln stark zunahm, so mußte schon1819 die Ertheilung der Pässe für die Einwandererbeschränkt werden. Nach einem Ukas vorn Juny1822 wurde es allen Kronbauern der nicht fruchtba-ren Gouvernements erlaubt, sich in dem fruchtbarenTheile des südlichen Sibiriens niederzulassen. WasdieMilitairkolonien Rußlands anbetrifft, so wirddarüber weiter unten etwas vorkommen. — Auchdie Nord-Amerikanischen Freistaaten habenin Afrika auf der Pfeffer- oder Malaguetta-Küste eingroßes Gebiet angekauft, und daselbst die freie Ne-