Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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686 Uebersiedeln und Uebersiedelung.

das Heil ihrer Unterthanen wahrhaft am Herzen liegt.Als Abraham nnd Lot aus Acgypten zurückkehrtenund aus den Streitigkeiten ihrer Hirten sahen, daßihre Heerden zu zahlreich würden, als daß das Landsie genügend zu ernähren vermochte, sprach Abra-ham zu Lot: „Lieber, laß nicht Zank seyn zwischenmir und dir, und zwischen meinen und deinen Hirten,denn wir sind Brüder. Steht dir nicht das ganze Landoffen? Scheide, ich bitte dich, von mir. Und Lot hubseine Augen auf und sahe die Ebene des Jordans wohlbewässert. Da erwählte Lot für sich die ganze Ge-gend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schiedein Bruder von dem andern." Und so hat man es inallen folgenden Zeiten bis jetzt gemacht und keine Na-tion hat dies sowohl in politischer, als morali-scher oder religiöser Hinsicht mit mehr Erfolg ge-than, als die Englänvcr. Obgleich die Englische Re-gierung in diesem Betrachte viel geleistet hat, so glaubeich doch, hat sie noch nicht genug gethan. Als einStreit zwischen Abrahams und Lots Hirten ent-stand, finden wir noch keine Strafgesetze verordnet,Uebel zu unterdrücken oder zu bestrafen, die als einenatürliche Folge daraus hervorgingen, daß dasLandnicht im Stande war, sie zu ernähren, so daßsie neben einander wohnen könnten; wir fin-den aber, daß der große Patriarch das natürliche Mit-tel für die natürlich daraus entstehende Unordnungvorschlug, nämlich die Ursache derselben durch einefreundschaftliche Scheidung zu entfernen; und Lotwählte sich die Gegend am Jordan und zoggegen Morgen. Dieser kritische Zeitpunkt ist jetztfür Deutschland eingetreten. Die Bevölkerung ist hierso groß, daß das Land sie nicht mehr zu ernäh-ren imStandeist; und um das daraus entstandeneElend zu lindern, empfehle ich anspruchslos, aberernstlich, den Nothleidenden und allen ihren abneh-