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Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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CONSTANTIUS Is.

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weil er selbst keine hatte. Er war in der Religion wie in derPolitik menschlich; und indeß die andern Kaiser aus Aberglaubenverfolgten, ließ er weder ei» Schaffst errichten» riech einenScheiterhaufen anzünden.

CONSTANTIUS II. (Flavius Julius ), zweiter Sohnvon bo n st a n t i n dem Großen und Fausta, seiner zwei-ten Gemahlin, wurde 317 zu Sirmich geboren, Z2Z zum Cäsarernannt, und 337 zum Kaiser erwählt. Um Constantius dreienSöhnen das Reich zu versichern, ermordeten die Soldatendie Oheime, Vettern (man sehe den Artikel HANNlBAUA-NUS), und alle Minister dieses Fürsten, ausgenommen Ju-lianus Apostata und dessen Bruder G a l l u S. Einige Ge-schichtschreiber hegten den Verdacht, Constantin sei der Urheberdieser schrecklichen Mordthaten gewesen, und der H. Anasta«sius warf ihm dieselben öffentlich vor; andere hingegen behaup-ten, Constantin habe bloß der Nothwendigkeit und Gewalt nach-gegeben. Nach dieser barbarischen Erecutivn theilten sich Con-stantius Söhne in das Reich. Constantius bekam den Orient,Thrakien und Griechenland. Im Jahr 338 zog er gegen diePerser, welche Nisibe belagerten, bei seiner Ankunft die Bela-gerung aufhoben. und sich in ihr Land zurück zogen» nachdemsie bei dieser Stadt geschlagen worden waren. Diese Vortheilewaren aber von kurzer Dauer. Die Persischen Generale, dienun auch siegten, hieben seine Armeen zusammen , und trugenneue entscheidende Siege davon.

Der Occident war eben so wenig ruhig, als der Orient.Magnentius, ein Deutscher von Geburt, der zu Antun vonden Soldaten als Kaiser ausgerufen, und Vetranion, derzu Sirmich in Paunvuien um dieselbe Zeit gleichfalls erwähletwurde, hatten sich in die Staaten Constantius des jüngern undConstans getheilt. Ihr Bruder Conflautiuö zog gegen den einenund gegen den andern. Vetranion wurde von seinen Soldatenverlassen, flehte den Kaiser um Gnade, und erhielt hinlänglicheGüter von ihm, sein übriges Leben in Uebcrfluß zuzubringen.Magnentius wurde nach einem tapfern Widerstände in der Schlachtvon Mursia geschlagen, und genöthlget, die Flucht zu ergreifen.Constantius , der sich wahrend der Hitze der Handlung in eineKirche begeben hatte, weinte, als er das Schlachtfeld mit Leichenbedeckt sahe, bitterlich, und gab Befehl, für die VerwunderenSorge zu tragen, und die Todten zu begraben. Magnentius,der von den Stellvertretern des Constantius in Gallien von

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