DOMITIANUS
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aus verschiedenen Orten, vorzüglich aber aus Alerandrien, Erem-plare der Bücher kommen» Er verschönerte Rom mir mebreritprächtigen Gebäuden. Aber dieser glückliche Anfang endigte sichmit unerhörten Grausamkeiten» Er vergoß das Blut der Chri-sten, und wollte ihren Namen gänzlich ausrotten. Er ließ unterdem Vorwande der Unenthalrsamkcir Cornelia, die erste derVestaltnnen, ganz lebendig begraben. Es war gewiß nicht Tu-gend. was ihn dieses Urtheil fällen machte, denn er halte mitseiner eigenen Nichte, wie «iit seinem rechtmäßigen Weibe, langeAcit hindurch gelebt. Nicht zufrieden, sich mit dieser schreckli-chen Blutschande besudelt zu haben, trieb er auch noch widerna-türliche Wollust.
Seiner Schändlichkeit in der Wollust kam nichts gleich, wennes nicht sein Hochmuth war. Er verlangte, daß man ihm inallen an ihn gerichteten Schriften die Namen Gott und Herrgäbe. Die Philosophen und Gelehrten wurden verfolgt, vorzüg-lich aber die Geschichtschreiber, weil sie die gerechten Ertheilcr desRuhms bei der Nachwelt sind.
Dieses, von den Vorwürfen seiner begangenen Verbreche»,und durch die verschiedenen Wahrsagungen der Astrologen beun-ruhigte Ungeheuer, war in beständiger großer Furcht, welcheihn dahin brachte, daß er die Gallcrie seines Pallastes, auf wel-cher er spatziercn zu gehen pflegte, mit polierten Steinen belege»ließ, welche das Bild wie ein Spiegel zurück warfen, damit ihmdie Zurückprallung des Achtes entdeckte, wenn ihm jemand nach-folgte. Aber alle diese VorsichrsmaßnehMungen halfen ihmnichts. Er wurde den 18. September 96 von Stephan, demFreigelassenen seiner Gemahlin Domitia, in seinem 4;. Jahreermordet, nachdem er 15 Jahre und 5 Tage regiert halte.
Der Senat beraubte ihn nach seinem Tode aller Ehrenbezeu-gungen , und sogar des Begräbnisses. Ehedem hatt' er diesesehrwürdige Corps zusammen berufen, um zu entscheiden, in wasfür einem Gefäß er einen Seefasan sollte kochen lassen. Einandermal belagerte er dasselbe förmlich, und ließ es mit Solda,ten einschließen. Als er an einem andern Tage die vornehmstenSenatoren zur Tafel eingeladen hatte, ließ er sie in Processenin einen großen» schwarz ausgcschlagcnen Saal ziehen, der voneinigen Todkenfackcln nur so sehr erleuchtet war, daß man ver-schiedene Särge erkennen konnte, an welchen die Namen derGaste geschrieben standen. Ku gleicher Zeit sah man ganz nackte,
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