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und eben so schwarze Menschen, als die Tapete, in den Sahteintreten, mit einem Schwert in der einen und einer brennendenFackel in der andern Hand. Diese Art von Furien öffneten ih- !nen endlich die Thüre, nachdem sie ihnen einige Zeit Schrecken iverursacht hatten. I
Er blieb ganze Tage in seinem Cabinet, einzig beschäftiget,mit einem sehr spitzigen Stachel Fliegen zu durchstechen. Manfragte einmal einen muntern Kopf, öh der Kaiser allein fei? —So sehr allein, antwortete dieser, dast auch nicht ein-mal eine Fliege bei ihm ist. (Man sehe auch den ArtikelASCLETARION). '
Man muß bekennen, daß Domitian weder ein so großer Narr,noch auch so verderbt war, als Caligula und Nero. Til»lemont sagt, er habe wegen seines düstern Humors, feinet jüberlegten Niederträchtigkeit, und seiner eben so kunstreichen,als 1grausamen Verstellung, mehr Achnlichkeit mit dem Tiber.Aber mitten in allen seinen Ausschweifungen hatt' er die Absicht, ,die Gerechtigkeit in seinem Reiche zu handhaben. Er war, groß jund wohl gebaut; sein Gesicht kündigte Bescheidenheit an, under erröthete sehr leicht. Er machte sich in einer Rede an denSenat daraus eine Ehre, und rühmte sich dessen mit diesenWorten: „Bis hieher, meine Herren, haben Sie meine Mei- 'mmg, und die Scham, die auf meinem Gesichte herrscht, ge-billigt. « Aber sein Innres strafte diese anscheinende Bescheiden-heit Lügen, Die seinem Gesicht zur Fertigkeit gewordene Scham-rdthe war bei ihm, spricht Tacitus, nur ein Praservatif ge-gen die Schamhaftigkeit, die sich zu erkennen zu geben weiterkein Zeichen hatte. 1
Er bekam bei Zeiten einen kahlen Kopf, härmte sich sehrdarüber, und fand sich sogar beleidiget, wenn man einem andernsowohl zum Scherz als Ernst, daraus einen Vorwurf machte.Deßwegen nennet ihn auch I u v e n a l, wenn er ihm einen belei-digenden und auffallenden Beinamen geben will, den kahlenNero. Dem ungeachtet aber tröstete Domitian in einet kleinenSchrift über die Sorge für die Haare, welche er an einen seinerFreunde richtete, der wie er einen kahlen Kopf hatte, diesen >Freund und sich selbst mit ziemlichem Muthe über ihr gemein-schaftliches Unglück. „Siehest du nicht,« sagt' er, und wendetedamit die Worte des Achill im Homer auf sich an, „wieviel ich»von Seiten der Gestalt und des Wuchses Vorzüge vor dir habe? !
»Indeß :