Band 
Zweiter Theil. [Cebes - Dyer (John).]
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DORIA

Die Africanischen Seeräuber, welche damahls das Mittel-ländische Meer beunruhigten, gaben ihm die ersten Gelegenhei-teu, sich auszuzeichnen. Er verfolgte sie ohne Rast, und be-reicherte sich in kurzer Zeit mit ihrer Beute, womit er, bei eini-ger Unterstützung seiner Freunde, in den Stand gesetzt wurde,sich vier Galeeren zu kaufen.

Revolutionen, die in der Regierung von Genua ausbrachelt,bestimmten ihn in der Folge, in die Dienste von Franz I. zutrete». .Nach der Gefangenue'hmung dieses Fürsten zu Pavia,wandle er sich, unzufrieden mit den Ministern von Frankreich,und gesucht von Clemens VII. an diesen Papst, der ihn zu seinemAdmiral machte. Als aber im Jahr 1527 Rom von dem CowUetable von Vonrdon eingenommen wurde, befand sich der Papstausser Stande, den Doria in seinem Solde zu behalten, undrieth ihm, wieder in den Französischen Dienst zu treten. Franz I.empfing ihn mit offenen Armen, ernannte ihn, mit 36,000Thalern Gehalt, zum General seiner Galeeren, und gab ihmnoch nachher den Titel Admiral des Levantischen Meeres.

Doria war damahls Eigenthümer von acht wohl bewaffnete»Galeeren. Ihm vorzüglich verdankten die Frgnzosin die Ero-berung von Genua, woraus in demselben Jahre, 1527, dieAdorni vertrieben wurden.

Das Jahr darauf erhielt P h i l i p p i n D v r i a sein Neffe undLieutenant, den er mit acht Galeeren an die Küste von Neapelgeschickt hatte, um daselbst die Operationen der von Isutrcccommandierten Französischen Armee zu begünstigen, am Capod'Orsv bei dem Golfo von Salerne, über die Seemacht des Kai-sers einen vollkommenen Sieg. Die Kaiserliche Flotte war vcr,uichret, das von Usutrec belagerte Neapel konnte von der See-seite nicht secunoierel werde»; der Kaiser war nahe am Fall, unddie Eroberung der Hauptstadt zog die Einnahme des ganzenKönigreiches nach sich, ais Doria auf Einmahl den FranzösischettDienst verließ, und in Kaiserlichen trat. Dieß machte die Un-ternehmung auf Neapel scheitern, und vcrmsachte den gänzlichenWerfall der Französischen Angelegenheiten in Italien.

Was die Bewegnngögründe anlangt, die ihn zu dieser Ver-änderung brachten, so scheint es, daß die Minister von Franz I.die über den Credit dieses Fremdlings eifersüchtig waren, der sieÜbrigens mit dem Stolz eines Rcpiiblicaners, und mir derOffenheit eines Seemanns behandelte, gesucht hatten, ihn bei

dem