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DOSA
DOSITHEUS
war in gewissen Rücksichten Luthers Vorläufer. Er erhebtsich mit Bitterkeit gegen die Laster der Cardinäle, der Bischöfeund Päpste, und selbst gegen die Jubiläen und Jndulgenzen.
t>OSA, (Giorgio), ein Sicilianischer Abenteurer, winde1513 von den Bauern von Ungarn, als sie gegen die Geistlichkeitund den Adel die Waffen ergriffen, zum Könige gekrönt. I 0-hann, Woiwvde vonTransylvanien, schlug im folgenden Jahredie Rebellen, und nahm ihren König gesangen. Um ihn wegenseiner Usurpation und Verbrechen zu bestrafen , ließ man ihn aufeinen Thron von glühendem Eisen setzen, gab ihm eine Kroneauf den Kopf und einen Scepter in die Hand, beide von dem-selben Metall und glühend. Man öffnete ihm nachher die Adern,'und gab seinem Bruder Lucgs, den er mit in seine Empörunggezogen hatte, einen Becher von seinem Blute zu trinken. DreiLandleute, denen man drei Tage weder Speise noch Trank ge-geben hatte, erhielten Befehl, über ihn herzufallen, und ihnmit ihren Zähnen zu zerreissen. Nach diesen grausamen Ope-rationen wurde er geviertheilt; die Theile wurden gekocht, undeinigen andern von seinen Mitverbrechern zu essen gegeben.
Der unglückliche Dosa ertrug diese unmenschliche Behandlungohne zu klagen: alles, um, was er bat, war, seines Bruderszu schonen. Die übrigen Gefangenen wurden.lebendig gespiest»der geschunden, bis auf einige wenige, die man verhungernließ.
V08I0 (Giovanni Antonio), 1533 zu Florenz geboren,lernte bei R a p h a e l da M0ntelup 0. Er arbeitete zu Rom,wo er viele antike Statüen des Belvedere im vaiicanifchen Pal-last ergaffzle. Dosis verfertigte Basreliefs von Stuck, zierteeinige Grabmähler mit Brustbildern, und machte Zeichnungenzu Gebäuden. Er zeichnete auch die Ruinen von Rom, welcheI. B. de Cavaleriiö 1579 auf zz Blättern heraus gab.
DOSlTHEUS , Zauberer von Samaria , der sich den M e s«sias nannte, wird für den ersten Häresiarchen gehalten. Erwandte alle Prophezeihungen auf Christum auf sich an, undhatte 30 Schüler in seinem Gefolge, so viel als der MonatTage hat, und-wollte ihrer nicht mehr. Unter diese hatte erein Weib aufgenommen, welche er den Mond nannte. Erbeobachtete die Beschneidung, und fastete viel. Um die Welk zuüberreden , er sei gen Himmel gefahren, ging er in eine Höhle,und verhungerte in ihr.
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