Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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50 EPICIE EPICTETUS

ter um Arbeit. Da er versicherte, daß alle Dinge in be-ständiger Ebb' und Fluth, und heul nickt mehr waren, waS siegestern waren, so sagte einer zu ihm: demnach ist der, der heuteGeld geborgt hat, es morgen nicht mehr schuldig, denn er istein anderer geworden, und ist nicht mehr der, der es borgte.

EPICIE (Bernard l’), ein berühmter Kupferstecher zuParis, ward 17z? Sccretar und Geschichtschreiber, Professorder Geschichte, Fabel und Geographie bei der königlichen Mah-keraeademie. Er starb 1755 im 56, Iabre seines Alters. Erwußte sich des Grabstichels sehr wohl zu bedienen; seine Kupfer-stiche sind schön ausgearbeitet, und mit großer Sorgfalt und Ein-sicht verfertiget. Seine Werke bestehen in Bildnissen und Ge-schichten nach Französischen Meistern. Er gab 1751 und 1754zwei Bande in 4. heraus, mit deut Titel:

Les defcriplions des Tableaux du Roi,

und im Jahr 1727

Les vies des premiers peintres du Roi depuis Charles It Brunjusqu’u Francois le Moine,

von verschiedenen Handen verfertiget, in 2 kleinen Duodez-bänden.

EPICTETUS, stoischer Philosoph, von Hierapolis in Phry-gie», war Sclav des Epaphroditus, eines Freigelassenendes Nero, den Domiti an umbringen ließ. Der Philo-soph schien in seiner Knechtschaft frei, und sein Herr ein Sclav,oder wenigstens dieses Standes würdig zu sein. Epicret hattebei einem kleinen und schwächlichen Körper eine große und starkeSeele. Epaphroditus gab ihm eines Tages einen starken Schlagan das Bein, Epictct sagte ihm kalt, er soll' es ihm nicht zer-brechen. Der Barbar verdoppelte seine Schlage so sehr, daß erihm den Knochen zerschlug; der Weise antwortete ihm ganz ge-lassen: »Hab ich dirs nicht gesagt, daß es so kom.»men würde?"

Domitian vertrieb den Epictet aus Rom; aber er kam nachdem Tode dieses Kaisers zurück, und machte sich daselbst einengroßen Namen. Adrian liebte und schätzte ihn: Marcus Aure-lius verehrte ihn sehr. Arrian, sein Schüler, gab VierBücher von Reden heraus, die er von seinem Lehrer ge-hört hatte. Seine Moral ist eines Christen würdig.

Der