EUGENIUS
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und Klugheit, und .dic Sorglosigkeit des Gouvernörs hatten ihmdiesen Platz gegeben; das Ungefähr und der Mutb der Franzo-sen und Jrländer nahmen ihm denselben wieder. Er mußte sichden ».Februar zurück ziehen, nachdem er den ganzen Tag wieein Held gefochten hatte.
Der Herzog von Vendome, Enkel Heinrichs IV. deran die Stelle des Mllervi kam, machte seine Fehler wieder gut.Er schlug die Kaiserlichen bei Santa-Vittvria, zwang sie, dieBelagerung von Moden« aufzuheben, und besiegle sie den 15. Au-gust zu Luzzara. Diese Schlacht, die bei ihrem Anfange zwei-felhaft war, und wegen welcher man zu Wien und Paris daST'e veum sang, erklärte sich für die Franzosen, durch die Ein»nähme von Guastalla uud einiger benachbarten Städte.
'' Der Prinz Eugcn verließ Italien, und ging nach Deutschland;
«r hatte keine großen Siege erfochten, verließ aber die Truppen0 in guter Ordnung. Der Kaiser verband sich ihn durch neue
3 Gnaden noch mehr: er ernannte ihn zum Präsidenten des Kriegs-
■* rarhs und Administrator der Kriegscasse. Das Commando der
Deutschen Armeen würd' ihm anvertraut,d
x ° Eugen, Marlborvugh und Heinsins, die gewisser»
S maßen Herren vvm Deutschen Reiche, von England und Hol-
t land, und durch Geist und Herz enge mit einander verbunden
t waren, bildeten eine Art von Triumvirat, welches für Frank»
- reich und Spanien äußerst schädlich war. Die beiden erstem gc-
, wannen im Jahr 1704 die Schlacht bei Hochstadt. die der Chur-
t fürst von Baiern zu sehr unrechter Zeit lieferte und der M a r-
> schall von Talard unterstützte. Dieser Sieg war cnt»
l scheidend, und änderte die Farce der Affaren. Mehr als die
, Hälfte von der Französischen und Baierischen Armee wurde zu
, Grunde gerichtet; der Ueberrest gewann mit Mühe die Ufer des
> Rheins wieder, und verließ alle Städte von Baiern und Schwa-
1 ben. Man sagt, daß Eugen nach dieser Schlacht die Frauzösi,
, scheu Gefangenen zu einer Opera einlud, und anstatt einer Piece
, suivie fünf Monologen von Luinault zum Lobe Ludwigs XIV.
; singen ließ. — »Sie sehen, meine Herren,« sagte er zu
> ihnen, »daß ich das Lob Ihres Gebiethers gern«höre.« Aber dieser Zug, der ein grausamer Spott, undeines Helden wenig würdig gewesen wäre, scheint nichts, alseine gewagte Anecdore zu sein.
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