EUGENIUS
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Im Jahr 1705 ging Eugen wieder nach Italien. Der Her,zog von Vendome schlug ihn in der Schlacht bei Cassano amAdda rühmlich zurück: eine blutige Schlacht, und nicht so unent»scheidend, als ein Französischer Geschichtschreiber sagt, da sie denPrinzen Eugen verhinderte, über den Fluß Adda zu gehen.
Das folgende Jahr belagerte die Französische Armee Turin;Eugen flog dieser Sradt zu Hülfe. Er passierte den Tanaro imAngeflehte des Herzogs von Orleans, nachdem er vor dem Aug«des Vendome den Po passieret hatte. Er nahm Correggio undReggio ein, forcierte die Franzosen in ihren Linien. und machte,daß sie den 7. September 1706 die Belagerung aufhoben.
Nachdem er Turin entsetzt und die Franzosen geschlagen hatte,unterwarf er das Milanesische dem Kaiser wieder, der ihn zumGouveruör desselben machte. Da dieser General von kondncrKaufleuten die zu dieser Expedition nöthige Unterstützung erhal»ten halte, machte er ihnen den Erfolg derselben bekannt.»Ich schmeichle mir, schrieb er ihnen, Ihr Geld zu»Ihrer Satisfactivn angewandt zu haben.«
Das Glück fuhr das folgende Jahr 1707 fort, ihm günstig zusein. Die Französischen und Spanischen Truppen räumten die -Lvmbardie; der General Daun bemächtigte sich des Kb»nigreichs Neapel. Eugen drang kurze Zeit darauf durch le Lok<äc Tende in die Provence und in das Dauphine' ein. Dieser an-fänglich glückliche Einfall, endigte wie alle in diese Provinzengemachten Einfalle. Man hatte Toulon belagert, und wußtedie Belagerung wieder aufheben. Die Provence war bald ent»setzr, und das Dauphine ohne Gefahr. Die Eroberung vonSüze war die ganze Frucht dieser Campagne.
Eugen ging im Jahr 1708 von den Ufern des Varo an die desRheins, und schlug die Franzosen in der blutigen Schlacht zuOudenarde in die Flucht. Es war keine große Schlacht, sprichtder Berfasser des Jahrhunderts Ludewigs XIV. aber es war einfataler Rückzug für die Franzosen. Der Sieger, Meister desPlatzes, belagerte Ryssel, welches Bouflers vertheidigte. Diese tso gut befestigte Sradt ergab sich ihm nach einer ILertheidiguugvon 4 Monaten. Er verdankte zum Theil seinen Erfolg derMuthlosigkeit der Französischen Generale, und lehnte auch in ei»nein höher» Alter die Lobsprüche von sich ab, die man ihm überdiese Unternehmung gab, die in ihrem Plane allzu verwegen war,um in der Ausführung rühmlich zu sein.
Diese