EU NOMIUS
EUPHORBUS
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EUNOMIUS, Heresiarch des 4. Jahrhunderts , aus Cappa»docien. Zuerst war erSchulkehrer zuConstaittinopcl, dannSchü«ler des Aerius, und warv durch die Protectiori des Patriarch-von Constantinopel Eudvrus Bischof zu Cyzicum, undStiler der Eunvmianer. Er starb nach mancherlei unan-genehmen Schicksalen um das Jahr 394 in einem sehr hohen Al<ter. Eunvmius schrieb mehrere Schriften, welche von seinenAnhängern so sehr geschätzt wurden, daß sie ihnen die Evange»lien nachsetzten.
Seine Lehre war: „Es ist ein Gott, der ungeschaffen und»ohne Anfang ist; vordem nichts vorhanden war, denn„nichts kann vor demjenigen eristiercn, was ungeschaffen ist;„noch mit ihm, denn das Ungeschaffene muß Eins sein;„noch in ihm, denn Gott ist ein einfaches und unzusammen-„ gesetztes Wesen. Dieses einfache und ewige Wesen ist Gott,„der Schöpfer und Anordner aller Dinge; erst und vorzüglich„von seinem einzigen gezeugten Sohne, und dann durch ihn von„allen andern Dingen: denn Gott zeugte, schuf und bildete den„einzigen Sohn durch seine directe Wirkung und Macht, vor al-„len Dinge» und vor jeder andern Creatur. Er machte jedoch„nichts ihm selbst gleich, noch gab er dem Sohne einigen An«„theil an seinem eigenen Wesen; denn Gott ist unsterblich, ein-„fach, unthcilbar,' und kann daher nichts von seinem eigenen„Wesen einem andern mittheile». Er allein ist ungeschaffen,„und es ist unmöglich, daß irgend ein anderes Wesen aus einer«ungeschaffenen Substanz sollte gebildet werden können. Er be«„diente sich zur Erzeugung seines Sohnes nicht seiner eigenen„Substanz, srntern bloß seines Willens, noch zeugte er ihn in„der Gleichheit von seiner eigenen Substanz, sondern nach seiner„Willkühr. Er schuf alsdann den Heiligen Geist, den ersten„und größesten aller Geister, durch seine eigene Macht und mit-„telbare Wirkung, jedoch durch die unmittelbare Macht und„Wirkung des Sohnes. Nach dem Heiligen Geiste schuf er alle«andern Dinge im Himmel und auf Erden, sichtbare und un-„ sichtbare, körperliche und unkörperliche, mittelbar durch sich„selbst, durch die Macht und Wirkung des Sohnes, u. s. f.«
EUPHORBUS, ein vornehmer Trojaner, wurde in dem Tro-janischen Kriege von Menelaus erschlagen Pythagorasversickerte, daß siine Seele die des Euphorbus gewesen, undvermöge der Seelenwanderung endlich in seinen Körper gegan«gen wäre.
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