Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FAGON

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ren einem jungen Studenten nur wegen des Geistes verziehen,wir welchem er dieses, heut zu Tage bewiesene Paradoron ver,thcidigre.

Als es Vallot, erster Arzt des Königs, unternommen hat-te, den königlichen Garten, das allgemeine Buch aller Botani-ker, mit neuen Pflanzen zu bereichern, trug ibm Fagon hierbeiseine Dienste an. Er dnrchkroch die Alpen, die Pyrenäen, Au,vergne, die Provence, Languedvc, und kam mit einer sehr rei-chen Ernte zurück. Sein Eifer wurde durch die Stellen einesProfessors der Botanik und Chemie belohnt. Seines erlangtenAnsehens wegen würd' er 1668 zum ersten Arzt der Dauphinsernannt. Einige Monate nachher ward er der erste Arzr der Kö-nigin ; und nach dem Tode dieser Prinzessin übertrug ihm derKönig die Sorge für die Gesundheit der Kinder von Frankreich.Nachdem endlich Ludewig XIV. ihn immer naher und naher ansich gebracht hatte, ernannt' er ihn 1693 zu seinem eigenen erste»Arzt. Als er auf diesen Posten erhoben worden war, gab er ei»seltenes und sonderbares Schauspiel: er verminderte die Ein-künfte seines Amtes sehr. Er entzog sich selbst diejenige Summe,welche die übrigen subalternen Aerzte des Hofes für ihren Eidbezahlen mußten, schaffte die Tribute ab, weiche er auf die Er-nennung zur Stelle eines königlichen Professors der Medicin aufden verschiedenen Universitäten gelegt fand. Als er imJahribyzAufseher des königlichen Gartens geworden war, vermocht'erLudewig XIV. Tournefort in die Levante Hu schicken, umdiesen Garten mit noch mehreren neuen Pflanzen zu bereichern.Im folgenden Jahre nahm ihn die Academie der Wissenschaftenzu ihrem Mitglied an.

Fagon hatte stets eine sehr schwächliche Gesundheit gehabt.Er erhielt sich nur durch eine fast aberglaubige Diät, undkonnte, spricht Fontenelle, das, daß er lebte, für eine»Beweis seiner Geschicklichkeit geben. Die Kunst lag endlich un-ter , und Frankreich verlor ihn 1718, als er beinahe 80 Iaheall war.

Er hatte Theil an dem Verzeichnisse des königlichen Gartens,das unter dem Titel

Hortus Regius, 1665

heraus gegeben wurde. Er zierte diese Sammlung mit einemkleinen Lateinischen Gedicht, das ihm seine Liebe zur Botanikeingab. Man hat auch von ihm

JLts Qualites du Quinquina, Paris 1703 in 12.

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