Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FE MELON

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Verfasser eingenommen war, und in dem Buche nichts als einebeständige Sarvre auf seine Regierung zu sehen glaubte, denfernern Druck dieses Meisterwerkes verboth. Go lange dieserFürst lebre, durfte in Frankreich an der Vollendung desselbennicht gearbeitet wcrdcu.

Nach dem Tode des Herzogs von Burgund verbrannte derMonarch alle Handschriften, die sein Enkel von seinem Lehreraufbewahret hatte. Fenelon galt in seinen Augen immer kür ei-ne» schimärischen Schön-Geist und einen undankbaren Untertha-nen. Sein Tclemach stürzte ihn vollends ganz am Hofe vonFrankreich. Ueoelgesümte suchte» Anspielungen darin, und mach-ten davon Anwendungen. Sie sahen, was Fenelon vielleicht niegeseben hatte: Madam do Montespan j« der Calypso, De,mviselle de Fontanges in der E uch a r i s, die Herzogin vonBurgund in der Antivpe, Louvois im Pro tesilas, denKönig Jacob im Idomeneus, Ludewig Xl V. im S e so st r i s.

Personen von Geschmack bewunderten, ohne sich bei jenen vonMüßigkeit und Boöbeit erdachten Anspielungen aufzuhalten, indiesem moralischen Roman alle Pracht Homers, verbun-den mit Virgils Eleganz, alle Annehmlichkeiten der Fabel,in Verbindung mit der Starke der Wahrheit Sie glauben, daßdie Fürsten, welche ihn studierten..Menschen sein, Glücklichemachen, und glücklich sein lernen könnten. „Mir Tclemach (sagtder Censor des Werkes) „lernt man sich ,n gutem und bösem„ Schicksal an die Religion halten, seinen Vater und sein Da-„terland lieben, König, Bürger, Freund und selbst Sclav sein,„wenn es das Schicksal will. Ueberglückljch diejenige Nation,„für welche dieses Werk vereinst einen Tclemach und einen„Mentor bilden wird! “

Einige Gelehrte, wie Faydit und Gueudeville, schlof-fen ihre Augen vor den großen Schönheiten zu, hefteten sie bloßauf die kleinen Fehler, und warfen dem Verfasser Anachronis-men, nachlässige Redensarten, öftere Wederhohlungen, Weit-schweifigkeit, geringfügige Details, mit einander wenig zusam-menhangende Begebenheiten, und allzu einförmige Schilderungendes ländlichen Lebens vor; aber ihre Critiken fielen in Vergessen-heit, und nahmen dem critisiertenWerke nichts von seinem Wer-the. Sie hinderten nicht, daß man von ihm verschiedene Aus-gaben veranstaltete, und seitdem noch immer veranstaltet. Diebesten derselben sind die, welche seit 1717, als dem Jahre, inwelchem die Familie des Erzbischofs von Cambrai dieses Werk,

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