FENELON
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und ihm ihre Liebe widmeten; aber diese Liebe war weder allge-mein , noch vollkommen. Nur bei den Christen ist sie öffentlichund herrschend. Das Christenthum ist daher die einzige wahreReligion; und nichts ist richtiger und wahrer, als was Fenelongegen diejenigen behauptet, welche annahmen, die Verehrungeines beschrankten Willens sei eines unendlich vollkommenen We-sens unwürdig.
Seine Widerlegung des SpinozismnS ist eben so lichtvoll:und in allen diesen verschiedenen Schriften ist es nicht ein Mei-ster, der mit Ansehen und Autorität spricht, sondern ein Bruderund Freund. der unserer Delicateffe schont, und mit uns zwei-felt , um unsere Zweifel zu lösen.
8) Oeuvres spirituelles, 4 vol. in 12.
9' Sermons, 1744, in 12. größten Theils in der Jugend desVerfassers aufgesetzt.
Man hat bemerkt, daß man nur dann beredt sei, wenn das Herzan dem Gegenstände Theil nimmt; und Fenelon bringt sein Herzüberall mit. Aber wenn er viel empfindet, so räsonniert er sehrwenig. Man möchte sagen, es waren Discourse ohne alle Vor-bereitung ; man findet zwar darin sehr pathetische Stellen, aberauch viele, die nachlässig und schwach sind. Dieses Gemisch vonSchönheiten und Mängeln, von Starke und Schwäche machte,daß man seine R»den in den zweiten Rang stellte. Fenelon darredas Talent, aus dem Stegreif zu predigen; aber diese Leichtig-keit schadete seiner Zusammensetzung. Er schrieb, wie er sprach,und m ßre daher etwas nachlässig schreiben.
iv) iUebvece "werke für die Bulle Unigenitus und dasFormular.
Die Feinde des Erzbischöfs von Cambrai gaben sehr fälschlichvor, er habe aus keiner andern Ursache gegen den Jansenismus4 artei genommen» als weil sich der Cardinal Noailles gegen denLuiekismns erklärt hatte. Es gab selbst einen boshaften Spöt-ter. welcher folgende Grabschrift, oder vielmehr folgendes sehrUngerechte Sinngedicht auf ihn machte:
Ci - git qui deux sois se damna,
L’une pour MoJinos, l'autrc pour Molina.
Die Fansevisten sagten noch, er wolle dem Pater Tri-ller, ihrem Feinde, den Hof machen; aber seine edle undoffene Seele, spricht d'Alembert, war eines solchen Bewegungs«
grundeS