FERDINAND II.
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Ansprüche, welche das Churhaus Bayern 1740 auf diese Reichewachte, indem die Erzherzogin Anna, Tochter Ferdinands!,mit Herzog Albert V. von Bayern vermählt gewesen war.
Außer dieser Prinzessin hinterließ Ferdinand von ElisabethAnna, Prinzessin von Ungarn und Böhmen, drei Söhne undneun Töchter. Die Söhne sind: Maximilian II, der ihm iauf dem kaiserlichen Throne nachfolgte; Ferdinand, mitdem Beinamen der Kluges Graf von Tyrol; Carl, Er;«herzog von Grätz in Steyermark. Er harte noch einen viertenSohn gehabt, Namens Johann, welcher in der Blüthe sei-nes Alters starb. (Man sehe den Artikel Ungarn in denchronologische» Tafeln.) !
FERDINAND II. Erzherzog von Oestreich, Sohn des Her»zo s Carl von Steyermark und Enkel Ferdinands !. 1578 gebo-ren, ward r6i7 König von Böhmen, 1618 von Ungarn, und j1619, in einem Alter von 41 Jahren, Kaiser. !
Die empörter. Böhnien hatten sich Friedrich V. Cburfür- 'sie» von der Pfalz, ergeben, und ihn gekrönt. Der Kaiser über-.fiel den neuen König, sowohl in seinem Königreiche Böhmen,als auch in seinem ChurPrstenthum. Die Schlacht von Prag,die er 1620 gewann, entschied sein Schicksal. Sein Churfürsten»»hum wurde seinem Besieger, dem Herzog Maximilianvon Baiern, gegeben.
Christian IV. König von Dänemark, verband sich mitandern Fürsten zur Unterstützung des unglücklichen Churfürstenvon der Pfalz. Tilly, einer der größesten Generale desKaisers, schlug ihn 1626, entzog ihm alle Hülfsquelleu, »ndzwang seinen Vertheidiger, den König Christian, im Jahr 1629den Frieden zu unterschreiben.
Ferdinands Siege erregten die Eifersucht der protestantischenFürsten von Deutschland; sie verbanden sich mit Lud ewig Xltl.König von Frankreich, und Gustav Adolph, König vonSchweden, gegen ihn. Gustav, der Held des Norden, er-focht 1651 bei Leipzig einen entscheidenden Sieg über Tilly, undverlor im folgenden Jahre, mitten in seinen Triumphen in derSchlacht bei Lützen das Leben. Bann!er, General des ge-bliebenen Königs. verfolgte seine Eroberungen, und behaupteteden Ruhm der Schwedischen Waffen. Der Kaiser unterbrachdurch die 1634 bei Nördlingen gewonnene Schlacht den Lauf die» ,