FERDINAND
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verbindlich, welches er Heinrich IV. lieh , um sich gegendie Wuth der Ligue zu behaupten.
Ferdinand starb 1609 , und wurde für einen guten Staats-mann gehalten. Er hatte den Cardinalshut zurück geschickt, umGroßherzog zu sein.
FERDINAND II. Grvßherzog von Toscana, Nachfolger vonCosmus II. erwarb sich durch seine Klugheit nicht wenigerAchtung, als Ferdinand I. Er beobachtete in den zwischenFrankreich und Spanien ausgebrochenen Kriegen eine vollkom-mene Neutralität; und da der Friede, welchen er seine Unter-thanen genießen ließ, seine Einkünfte vermehrte, so machte erdadurch einen edeln Gebrauch davon, daß er Italien vertheidigte,und den Venetianern in dem Kriege mit Candia beistaud.
Er starb im Jahr 1668, und regierte den Staat von Toscan«seit 1620.
Geht man die Geschichte dieses und der übrigen Fürsten vonMedicis mit Aufmerksamkeit durch, so siehet man, daß es nichtder Krieg ist, welcher die Staaten erhält und glücklich macht.Sie erlangten fast alles durch eine weise Politik, eine oft weitschätzbarere Eigenschaft, als alle kriegerischen Talente.
Ferdinand war mit Victoria, der Enkelin des letzter»Herzogs von Urbino, Franz Maria, vermahlt. Man woll-te ihm rathen, sich in den Besitz dieses Herzogthums zu setzen;aber er hörte einen Vorschlag nicht, der zwar seine Besitzungenvermehrte, ihn aber einem Krieg' aussetzte. Er ließ daher diesenStaat mildem Kirchenstaate vereinigen, von dem er ein Lehnwar.
FERDINAND VON LORDOVA, ein gelehrter Spanier des15. Jahrhunderts, wurde für ein Wunder seiner Zeit gehalten,und würde in der unsrigen keins sein. Er hatte die Scholastiker,dm Aristoteles, Alcrander de Hales, Scotus u. a.inne; dieß waren gegenwärtig kein Gegenstand der Bewunderung,nichtftinmahl des Lobes. Aber mehr zu schätzen war an ihm,daß er, so gut als irgend, jemand seiner Zeit, mahlte, sang,tanzte, und musicalische Instrumente spielte. - Die Vereinigungso vieler Talente machte, daß ihn einige seiner Zeitgenossen füreinen Zauberer oder Antichrist hielten.
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