Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FERRABOSCO

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Keiner unter den Neuern, seit Galen, schrieb vor ihmbesser über die Natur und die Ursachen der Krankheiten. Zum

Beweise dessen dient seine

Pathologie.

Ferne! sahe noch bei seinen Lebzeiten in öffentlichen Schulen dar-über lesen.

Man hat von ihm mehrere andere Werke, die nicht wenigergeschätzt werden; die vorzüglichsten sind:

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sen- 1) Medicina universa, Utrecht 1656 in 4. eine Sammlung

es, verschiedener Aufsätze von ihm.

den 2) Medici antiqui Graeci, qui de febribus scripserunt. Ve-

use, net. 1594. in folio.

Die Lateinischen Aerzte , die über dieselbe Materie geschriebenhaben, wurden 1547 gedruckt.

Dieser berühmte Wiederhersteller der Medicin billigte den öf-tern Gebrauch des Aderlassens nicht; und man lobt ihn mitRecht, daß er sich,von der Methode des Herelins, derallzu viel Blut vergoß, entfernte. Außerdem daß Ferne! einvorrrefsticher Arzt war, war er auch ein guter Schriftsteller.Er sprach und schrieb die Lateinffche Sprache mit so vieler Rein-

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beik, dass man ihn oft den ultramvntanischen Gelehrten entgegenviel, sitzte, welche den Französischen Schulen ein barbarisches Lateinhmt vorwarfen. Studieren war seine Hauptleidenschast, und erW tt machte sich kein Bedenke» daraus, wenn er Gaste bei sich hatte,

alS he gegen das Ende des Gastmahls zu verlassen, und sich auf

sein Studierzimmer zu begeben.

FERRABOSCO oder FORABOSCO (Geronimo), einMahler von Padua, arbeitete um das Jahr r6za zu Venedig,und ward in Historien und Bildnissen berühmt. Er hatte einedles und durchdringendes Genie, welches der gründlichsten} (j rf mahlerischen Strrdien fähig war, so daß er eine fleißige Ausar«

flA beitung mit dem Angenehmen, und dieses mit dem Kräftigen zu

ygn verbinden wußte. Der Kunstkenner findet in seinen Werken vie«

j.jn len Verstand, und der Liebhaber viel Vergnügen. Er liebte das

bfn Wahre, und bemühte sich, es stark und fühlbar auszudrücken.

nt Aber sein meistes Bemühen ging auf Bildnisse, worin er eine s»

lebhafte Einbildungskraft besaß, daß er bloß mit vier Stricheneinen Kopf zeichnete, und dann die Personen des verdrüßlicheaSitzens überhob, unbchie Bildnisse aus dem Gedächtniß sehr

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kenntlich