Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FISCHER

FISHER

SZO

Der Verfasser zeigt die Falschheit des Götzendienstes, und setzetverschiedene Puncte der christlichen Religion in ein Helles Licht.Man gab vieses Werk 1672 in 8. zu Leyden mit dem Minu,tius Felix, und i6oy mit Johann Wouverö Anmerkungenheraus. Man schreibet ihm auch

Libri VIII. Matheseos, ftve, de vi et potestatibus stellarumzu, die Aldus Manutius 1499 in Folio druckte; aber diesesWerk scheint von einem andern Julius Firmicus zu sein»der zu derselben Zeit lebte. Es ist voller Schwärmereien.

FISCHER, oder VISCHER (Peter), von Nürnberg ge»bürtig, war einer der berühmtesten Kunstgießer. Von seinerArbeit siehet man in der St. Sebaldskirche das Grabmahl diesesHeiligen welches einen kurzen Begriff von seiner Kunst abgebenkann. In einer metallenen Teckel von seiner Arbeit, welche dasGrabmahl Friedrichs ' es Weisen, Churfürsten von Sachsen, inder Schloßkirche zu Wittenberg zieret, bewundert man besondersdie Schönheit der Gewänder. Dieser Künstler sandte vieles vonseiner Arbeit nach Pohlen, Böhmen, Ungarn und Italien. Erstarb um das Jahr-zzo. Seine Söhne Herrmann, Jo-hann Paul, Jacob und Peter waren seine Mitarbeiter.

FISHER (John), 1459 in Vorkshire geboren, Doctor undCanzlcr der Universität Cambridge, Praccpror Heinrichs VIII.«nd Bischof von Rochester, wollte seinen Zögling nicht als Ober-haupt der Englischen Kirche anerkennen, als er sich von der Rö-mischen Kirche trennte. Gewisse Mitglieder Her Geistlichkeit hal-ten ihm einige Zeit vorher vorgeschlagen, die kleinen Klöster ein-zuziehen ; der Prälat widersetzte sich ihrem Plane tapfer. Ersahe sehr gut voraus, daß man dem Könige dadurch ein Mittelzeigte, die größesien Abbteien zu unterdrücken. Er erzählte ih-nen bei dieser Gelegenheit die Fabel von der Art, „welche„einet, kleinen Wald bat, ihr nur einen kleinen Ast von einem„Baume zu geben, sich einen Griff daraus zu machen; so bald„sie dieses erlangt hatte, stürzte sie den ganzen Wald selbst nie»„der.«

Als Heinrich fand, daß er ihm in allen seinen Ideen zuwiderwar, ließ er ihn in das Gefängniß werfen; und als er erfuhr,Paullll. woll'ihm ein Cardinalöhuth schicken, sagte er: „Mag„er doch seinen Caroinalshuth schicken, wem er will; ich will es„schon so einzurichten suchen, daß, wenn er ankommt, der Kopf„nicht mehr vorhanden ist, für den er bestimmt war.« Heinrich