Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FLINCK

FLOOD

FLINCK (Govert),. 1616 zu Eleve geboren, hatte seitseiner frühsten Jugend eine starke Neigung zur Zeichenkunst, j

Seine Aelkern gaben ihn zu einem Mahler (Lambert Ja- !

co b s), bei welchem er reißende Fortschritte machte. Als ersich im Stande sahe, allein zu arbeiten, ging er nach Amster-dam. Der herrschende Geschmack war damahls für Rem-brands Manier. Flinck begab sich ein Jahr unter die Lei-tung dieses berühmten Mahlers, und man versichert, er habe !nichts bedurft, um diesen Meister vollkommen nachzuahmen. iIn der Folge verließ er seine Manier, um die der Jkalianer !nachzuahmen, deren er sich vollkommen bemächtigte. Die Werke, !die er seitdem lieferte, erwarben ihm einen so großen Ruf, daß jihm die Bürgermeister von Amsterdam vor allen andern Kunst- ilern 8 große und 4 kleinere historische Gemählde auftrugen. Erstarb mitten unter dieser Arbeit, den 2. December 166c, in ei-nem Alter von 44 Jahren. Van Daten, Bartsch, A.Dlovteling, C. Ploos, G. F. Schmidt, E. C. Hoff-rnann u. a. haben nach ihm in Kupfer gestochen.

FLIPART (Jean Jacques), 1718 zu Paris geboren,lernte bei Aveline und Cars. Er war ein geschickter Ku- - ■pfersiecher, und arbeitete nach den besten Meistern seiner Zeit,als Natoire, Dien, Vernet, Greuge u. a. Er starbden n. Juli 1782 zu Paris. Le Paralytique, l’Accordee deVillagc, le Gäteau des Rois gehören unter seine besten Blatter.

FLODING (Peter), ein junger Schwede, arbeitete um1760 .zu Paris, und war nebst Charpentier der Erfindereiner neuen Manier, nach getuschter Zeichnungsart in Kupferzu gravieren.

FLOOD (Henry), ein sehr berühmter Senator, erst vonIrland, aber zuletzt von England, wurde 1732 geboren. DieGröße feiner Talente, der Umfang feiner Kenntnisse und dieMacht seiner Beredsamkeit, gereichten nicht bloß seinem Vater-land, sondern dem ganzen menschlichen Geschlecht zur Ehre.

Er war mehrere Jahre hindurch eins der vornehmsten Mitgliederdes Hauses der Gemeinen, und arbeitete unablässig daraufhin,die politische Verfassung zu verbessern, die innern Quellen zuvermehren, und den allgemeinen Wohlstand von Irland zu er-höhen. Als Redner war Demosthenes sein Muster, ereiferteihm in Ansehung der Kraft mid Stärke nach, ohne nach derWeitschweifigkeit und dem Glänzenden des Cicero zu streben;