Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FRACASTORO

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» samkeit auf. Man sah sie nicht mebr an öffentlichen Orten Un-»terrjcht «eben. in den Schenkstuven predigen, in doc Kirchen»wie Wahnsinnige declamieren, die Kirchenledrei insultieren und»die Anhänger der öffentlich angenommenen Glauben--norm in»ihrer Ueberzeugung beunruhigen. Ausgezeichnete Menschen, so» wie W i I l i a m P e n n, G e v r g e K e i t h u. R o b e r t K a r c-»lav mochten den Quakerism berühmt, indem sie ibn mit Klugheit»unlerstützren, und seine Anhänger mit Geschicklichkeit lenkten."Man sehe BARCLAY (Robert), KEITH imd PENN.

FRACASTORO (Jeronimo), wurde zu Verona gegendas Jahr 148; geboren. Die Lippen waren ihm so sehr zusam-men gewachsen, daß man einen Chirurge» kommen lassen mußte,um sie mit turn Scheermesser von einander trennen zu lassen.Man sagt, seine Mutter sei in seiner Kindheit vom Blitz, wäh-rend sie ihn in ihren Armen hielt, niedergeschmettert worden,ohne ihn zu berühren. Seine Fortschritte in den Wissenschaftenund schönen Künste waren reißend schnell. Er trieb überhauptdie Medicin und Dichtkunst mit vielem Erfolg. Da der PapstPaul III. die Kirchenversammlung zu Trident aus Deutschlandnach Italien verlegen wollte, bediente er sich desselben, den Kir-'chenvarern die Furcht vor einer ansteckenden Krankheit einzu-stoßen; und es wurde aitch daraus die Kirchenversammlung nachLwlogna verlegt. Er starb zu Casi bei Verona in seinem71 Jahr an einem Schlagfluß. Sein Vaterland ließ ihm 6Jahre darauf eine Staküe errichten.

Fracasioro stand mit den besten Litteratore» seiner Zeit undvvrzügltch m t oem Cardinal Bembv in Verhältniß. Er wardieser Verbindungen wegen seines vortrefflichen Herzens wertb.Don alle»! Ebrgcitz entfernt, mit Wenigem zufrieden führte erein gesundes und vergnügtes Leben. Mehr geneigt zum Lobeals zum Tadel schonte er immer Anderer Eigenliebe. Er sprachwenig; aber wen» er in Gesellschaft seiner Freunde war. belebteund erheiterte sich sein Umgang. In der Medicin befaßte er sichmit der Heilung außerordent'icher Krankheiten. Fracafloro batsich vorzüglich durch die Feinheit, die seinen Lateinische» Stylauszeichnet, bekannt gemacht. Sein Gedicht

Syphilis, oder De morbo Gallico,

betitelt, ein Werk im Geschmack der Virgilischen Georgica, istdes Verfassers, den er nachgeahmt hat, nicht unwürdig. San-

nazar,