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wachten. Damahls gab er'einen Theil feiner Werke heraus.Die vorzüglichsten sind:
1) Tragödien nnd Lomövicn, die vielen Beifall er-hielten.
2) Opern, wovon der Bettler die bekannteste ist. Siewurde im November 1727 auf die Bühne gcbracvi, k>zTage hinter einander aufgeführt, und erhielt den folgendenWinter noch erstaunlichen Beifall. Die Italiänische Oper.jenes Idol des Englischen Adels und Volkes, fiel gänz-lich. Man muß jedoch bekennen, daß dieses Stück, wel-ches schöne Gemählde enthält, oft allzu freie Schilderun-gen der Laster und Lächerlichkeiten des gemeinen Volkeshat. Aber was in Frankreich ein Fehler sein würde, istkeiner in England, wo man sich sehr wenig darum beküm-mert, ob der Gegenstand fein oder grob ist, wenn er nurstark und natürlich gcmahlet ist.
z) Fabeln, London, 1753, 2 Lande in 8- mir Kupfern,Es fehlet ebnen an Erfindung nnd Salz; der Schluß der-selben ist nicht glücklich, nnd die Moralen sind zu lang.Sie würden ohne Zweifel vollkommener seyn, wenn derGeist der Englischen Sprache zu dieser Dichtart geschickterwäre.
4) Idyllen, i/r^. Man ziehet sie allen übrigen Werkendes Gay vor. Die Charactere und Dialogen haben einebewundernswürdige Einfalt. Die Schäfer sind wederKleinmeister, noch Höflinge, wie in einigen der Französi-schen Eclogen.
5) Vermischte Gedickte, '715, 2 Lande, in 72 . Meh-rere derselben haben eine glückliche Wendung. Man be-merket darin den Fächer in drei Gesängen, der von M.Milon von Lütkich in Französischen Verftn in vier Gesängennachgeahmt worden ist.
Gay war einer der liebenswürdigsten Menschen seines Lan-des: sanft, leutselig, freigebig, hatt' er die Fehlet^ die Folgenseiner Tugenden waren, eine außerordentliche Unthatigkeit undganzicche Gleichgültigkeit gegen sein Interesse. Er war in dieserRücksicht der englische L a Fontaine. Nach verschiedenen Ab-wechselungen, bald in Ueberflnß, bald in Mittelmäßigkeit, starb«17^2 bei einem Englischen Lord, der ihn seit einigen Jahrenreichlich mit allem versähe. Er würd' in die Westmünster-Ab-tei