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GAYOT DE PITAVAL
fei begraben, wo folgende Grabschrift, die -er selbst »erfaßt Hat,it, auf sein Denkmahl geschrieben.wurde:
'Life is a jest, and all things lhow if;
I thought so ouce; but now 1 know it.
.GAYOT DE PITAVAL {Franjois ), 1673 Lv»n ge-boren., wo sein Vacer Prasidialrathswar. Er nahm den kleinenKragen, den er jedoch bald wieder ablegte, .um dem Bespiel sei-vcr beide» Bruder zu folge»., die beide in Kriegsdiensten stan-den. Da er aber zum Soldatcnstande eben so wenig -geschicktwar , als zum geistlichen, -ließ er sich 1723 als Advocat ausueh-wen, und nahm ein Weib. Da seine Beredsamkeit vor den Ge-richtsüatten nur sehr schwach war, .gab er bis an seinen Tod,.der 1743, nach mehr denn 40 Ausallen vorn S.chlqgstnß, er-folgte, Band auf Band 'heraus.
Man kann auf Pitaval anwenden, was der unsterbliche LaB r ü y e r e von gewissen Schriftstellern sagt : » Es giebt geringe.„und so zu sagen subalterne Köpfe, die zu nichts andern ge-„ macht zu seyn scheinen, als das Register -oder Magazin aller„Producre anderer Genies tzu sein. Sie sind Plagiarii . Ueber-„sctzcr. Compilatore» : sie denken nicht, und sagen bloß, was
andere gedacht haben, und da die Wahl der Gedanken Er-„findungsst, so haben sie eine schlechte .und wenig -richtige.-"
Dieß ist das Porträt des Pitaval. Seine Werke sind davon.-authentische Zeugen. Die vorzüglichsten sind.:
Relation des Camfagnes cle 1713 -et 1714, nach den Memoirendes Marschalls deVillars sehr schlecht redigiert.
L'Art d’orner J’efprit en -l'amusant, 3 vol. in ,12. eine SüMM>.lung von Bonmots., mehr gemacht den Geschmack zu .ver-derbe», als das Gedächtniß zu bereichern.
iBibliotheque des .Gens Je Cour., 6 Mol. in 12. für das Volk .Cßlttäpikiert.
iCaufes cäebres, 20 vol. in ia. Eine ihres Gegenstandes wegeninteressante Sammlung, deren Lectüre einem.aber durchden faden, -kriechenden, verdrehten , schielenden Styl des-Campilators, durch eingestreute Kindereien in -Prosa undVersen, durch unzählige Dinge, die nicht hieber gehören,Durch schlechte Wahl der Materien, durch die Verschwen-dung des .eitelsten .und gemeinsten Geschwatzes -verleidetwird.