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GELLI
die bekanntesten und berühmtesten. In Ansehung der erstem,die musterhafte Erzählungen aber keine Fabeln sind, sagt derAbbe' Bertola i» seinem Versuch über die Fabel: Mansiebt es aus seinen Maralen, daß er Professor war; er kann,wenn er einmabl das Catheder betreten hat, nicht wieder herun-ter kommen. Es ist schwerlich zu lauguen, daß Bertola rechthat; aber bei allem dem, habe» seine Erzählungen doch Schön-heuen,, die sie des Ruhmes würdig machen, den sie nicht nur inganz Deutschland, sondern auch im Auslande genießen. — DieDeutsche Sprache verdanket Gellerten unendlich viel, er war dererste, der ihr einige Grazie gab. Seine sämmtliche» Schriftenkamen 1774 in Leipzig zuletzt in io Banden heraus, deren letzter !seine Lebensbeschreibung von Cramer enthält, der gleich am jAmang derselben sagt: »Unsere Nation muß entweder ihre«»eigenthümlichen Cdaracter verlassen, oder Gellcrts Andenken,»welches keines Geräusches schwärmerischer Lobeserhebungen be.»darf, hat auch die Angriffe des tadelsüchtigen und neidische«
,7Stolzes nicht zu fürchten, welcher eine undankbare Erniedri-gung bestätigter Verdienste für einen sichern Weg zu einem»gleichen oder noch größer« Ruhme halten kann. Er hat gerecht7, te Ansprüche auf die Fortdauer seines Namens. Gründen sich '„dieselben gleich nicht auf solche außerordentliche Handlungen,»welche bloß die Einbildung in Erstaunen setzen, und-allein eine»Neubegierde, die nichts als Neubegierde ist, unterhalte» köii-»nen, so verdient er doch mit den Männern unvergeßlich zu blei«»den, die durch schöne und gemeinnützige Werke des Geistes,»noch mehr aber durch die Schönheit ihreö Herzens und die»Würde ihres Beispiels den Geschmack ihrer Zeiten und ihre ,»Sitten verbessert haben, und für die Jugend, besondersaus»den höher» Ständen der menschlichen Gesellschaft, Führer zur»Religion und Tugend geworden sind. Gellerts Borzüge waren '»Tugenden, die wie seine Schriften gefallen, die, ohne gegen»das Lob der Menschen unempfindlich zn sein, doch vornehmlich»sich bestrebten, von, einem höhern Richter nicht verworren zu»werden, und auch eben deßwegen mit einer allgemeinen Verr»ehrung belohnt worden sind. “
GELLI ober GALLO (Giovanni Battista>» ein Flo» 1rentinischer Dichter, lebte in einem Stande, der weit niedrigerals seine Geisteskräfte war: er war ein Schneider oder Strumpf 1Wirker (chaussetier). Er war eine der größesten Zierden derAcademie de gli Umidi zu Florenz, und wurde wegen des Rar