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GENTILE
GENTILIS
fähig war, die größesten Plane zn entwerfen »nd auszuführen.Er war wachsam, thätig, unermüdet, sprach wenig, aber zurechter Zeit, belaß die Kunst, den Samen der Zwietracht unterdiejenigen auszustreuen, welche er schwachen wollte, wußteVortheil daraus ,zu ziehen, und die Gelegenheiten zn benutzen.
GENTILE (Antonio), genannt dj. FAENZA, ein vor«trefflicher Bildhauer und Gold-und Silbcrarbeitcr, arbeitete zuRom für Papste und Fürsten, insonderheit in der St. Peters-kirche, wo man Kreuze, Leuchter und andere Kirchenzicratenvon ihm sieht, welche mit wohl gezeichneten Figuren, Larven,Fruchtgebangcn, Tbieren u. s. f. sehr künstlich mit lebhaften undselksirmen Ei sinduugrn geziert sind. Der'reiche Schatz der Car-thguserkieche zu Neapel verwahrt ein silbernes Crucifir von derHand dieses Künstlers» an welchem er 14 Jahre gearbeitet,und welches wegen feiner Vortrefflichkeil mir 12,000 Ducatenbezahlt worden ist. Er starb rstoy im yo. Jahre seines Alterszu Rom, und würd' in der Kirche St. BlasiuS begraben. Manfand sehr schone Zeichnungen von Springbrunnen und andernkostbaren Werken unter seiner Verlassenschaft.
GENTII.ESCHI (eiorazio), ein Mahler von Plsa» lerntebei Aurelius Lomi, seinem Stiefbruder. Er ging nachRom, wo seine zarte Manier bei Päpsten und Fürsten beliebtwar Er kam 1621 nach Genua, arbeitete auch daselbst kür denFranzösischen und Savovischen Hof, und wurde selbst nachFrankreich berufen, wo er zwei Jahre blieb. Von da kam ernach England, und erhielt nebst guter Dezahlung feiner Arbeiteine Pension von 500 Pfund Sterling. Aber sein Glück warvon kurzer Dauer, denn er starb zu London im 48. Jahre seinesAlters, und wurde in die Capelle der Königin begraben.
Artemisia Geutileschi, seine Tochter, mahlte nicht al-lein sehr schöne Bildnisse, sondern auch große und kleine histori-sche Gemählde, in weichen sie des Guido Reni Maniernachahmte. Sie ärbeitete um das Jahr 1650 zu Neapel.
GENTILIS DE FOLIGNO oder GENTILIS DE GENTILI-BUS, ein Arzt und Rechtsgelchrter, von welchem man
Commentare über Den Avreenn»und andere Werke hat:
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