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GERIKE
GERMAIN
legten der Sorbonne und von Montaigü beträchtliche Stiftun-gen. Die beiden andern Drucker, die ihn nach Frankreichbegleiteten, waren Martin Crantz und Michael Frei-burger. ,
GERIKE (Samuel Theodor), ein Mahler von Span-dau, lernte bei Rüdger van Langenvelt, und studiertezu Rom in der Schule des Ritters Maratti. ' Er mahlte Hi-storien. Man siehet von seiner Arbeit in den königlichen Palla-sten, besonders zu Oranienburg, welche meistens in Deckenstü-cken bestehen. Gerste ward Professor und zuletzt Director derköniglichen Akademie zu Berlin, und starb daselbst >730 im 65.Jahre seines Alters.
Man hat von ihm eine Deutsche Ucbcrsetzungen von des d äFresnov Arte xrngkics, von des G. Lairesse großem Mahler-buch und von der Mahleranakomie dcö F. Torte bat.
GERMAIN, (Pierre), ein Goldschmid und Bossierer zu Pa-ris, gab schon im 17. Jabre seines Alters Proben seiner ausneh-menden Geschicklichkeit, daher er von dem Staatsminister Cvl-bert und Carl le Brün dem Könige vorgestellt wurde, der ihmauftrug, die Geschichte seiner Regierung aus goldene Platten vongetriebener Arbeit'zu verfertigen, welche zur Verzierung derBande an den Büchern, welche die königlichen Kriegsthatenenthalten, dienen sollten. Dieß ist in seiner Art das schön-ste Werk, das jemahls verfertiget wurde. Germain wurde deß-wegen reichlich belohnt, und erhielt eine Wohnung in den Gal-lerien des Louvre. Er schnitt auch einige Stempel zu Schau-münzen von den vornebnistcn Begebenheiten der königlichen Re-gierung. Sein übertriebener Fleiß verkürzte ihm bei seinerschwächlichen Gesundheit sein Leben. Er starb 1684 im 37.Jahre seines Alters.
Sein Sohn Thomas verlohr den Vater im 11. Jahre sei-nes Alters, erlangte aber nicht nur dessen Kunst gleichsam erb-lich, sondern erhöhete sie dergestalt, daß er schon in seinem 12.Jahre tüchtig befunden wurde, seine Studien in Rom fortzuse-tzen, wo er für die Capeile St. Jgnatiuö der Kirche Jesu eingroßes Basrel.f von vergoldetem Erzr verfertigte. Man sie-het auch in dem großhcrzoglichen Pallaste zu Florenz einige Mei-sterstücke von ihm.
Nach seiner Zurückkimst machte er für den König ein großesGefäß von Silber, und für die Cathedralkirche zu Paris zwei
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