GERMANiCUS
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2Z Fuß hohe Siegeszeichen. Der Churfürst von Baiern ließdurch ihn einen goldenen Kelch mit erhabenen Figuren verfertigen.
Dieser vortrefliche Künstler übte sich auch in Architekturen:er gab die Zeichnungen zu einer prächtigen Kirche zu Ävorno,und die Kirche des H. Ludewig im Louvre zu Paris würd' unterseiner Aufsicht erbaut. Er starb 1748 im 7;. Jahre seines Al-ters, und würd' in letztgedachter Kirche begraben, wo ihm dieChorherren zur Erkenntlichkeit eine Capelle zum Erbbcgräbmßfür sich und seine Familie einräumten.
Sein Sohn Peter unterhielt auf eine ausnehmende Weiselden Ruhm seiner Voraltern. Er arbeitete für die vornehmstenHöfe in Europa. Man hat von ihm ein Buch, betitelt:
Eienuns Je l’Orfevrcrie 1748 »» 4. auf hundert Blattern in 2Theilen herausgegeben. B a s q u i e r, B a q u 0 i u. a. ha-ben sie radiert.
GERMANICUS (Caesar), Sohn des Drusus und dertugendhaften Antonia, der Nichte des Augustus, erbte denCharacter und die Tugenden seiner Mutter. Tiberius, seinväterlicher Oheim, nahm ihn an Kindes Statt an. Er verwal»tete in der Folge die Ouastur, und würd' im Jahr 12 nach Chri-sti Geburt zum Consulat erhoben. Als 2 Jahre darauf Augu-stus starb, wahrend daß Germanicus in Dcutschlauv comman-dierte, schlug er die Regierung aus, die ihm die Soldaten antru-gen , und brachte die Empörer zur Ruhe zurück. Er überwandin der.Folge die Deutschen, schlug Arminius, und nahm denMarsen einen Römischen Adler wieder ab, den sie seit der Nie-derlage des D a r u s bewahrten. Er wurde nach Rom zurück-berufen, triumphierte daselbst, und wurde zum Kaiser des Ori-ents erklärt. Tiberius, der ihn mit diesem Titel beehrte, schick-te ihn in sein Departement, um daselbst die Unruhen beizulegen.Germanicus überwand den König von-Armenien, warf ihn vomThron', und gab die Krone einem andern.
Tiberius, der über sein Glück eifersüchtig war, ließ ihn imJahr 29 nach Christi Geburt. im 34. Jahre seines Alters, zuDaphne bei Antiochia von P iso vergiften.
Völker und Könige vergossen Thränen bei seinem Tode. DerFürst, der ihn, wie man sagt, verordnet hatte, war der einzige,der ihn mit Freuden erfuhr, und gab sich vergebens Mühe, öcnThränen und Seufzern der Römer Einhalt zu thun.
Man