i4 Ein Blick auf die Kirchenbaukunst
ihr Vaterland nicht verleugnete. Entscheidend wirktein dieser Hinsicht, wie aus die Bekehrung des halbenNordens, der Orden des heiligen B enedict, durchseine ungeheure Verbreitung aus dem StammklosterS u b l a c u m in Italien, nach Sicilien, Frankreich,England , Deutschland und Spanien (im sechstenbis achten Jahrhundert.) In Zeilen, wo alle Bildungund Kunst ausschließend in den Handen der Geistlichkeitwar, wo Handarbeit nicht nur den Klerikern zurPflicht gemacht, sondern auch der Anbau wüster Ge-genden, die Ausrottung der Wälder von ihnen ab-hing, gründeten sie gewiß auch ihre Kirchen und Klo-ster, wie denn auch die Angaben von Bischöfen, Äb-ten, Mönchen und Priestern, welche die Baukunstwissenschaftlich trieben, häufig sind, und nahmentlichdie Benedicriner besondere Bekanntschaft und tiefereEinsichten in die Kunst zu bauen gehabt zu habenscheinen. Theils ihre fortwährende Gemeinschaft mitRom ,theils Ordensregeln, Gewohnheit und Herkom-men, theils die Sitte, z. B. der C i st e r z i e n se r,nachdem Muster der Srammkirche zu Eireaup zubauen, können hinlänglich erklären, wie der aus derspäteren römischen Bauweise entstandene Kirchen-undKlosterstyl des älteren Miccelalcers sich durch fünfJahrhunderte der Hauptsache nach gleichbleiben konnte.
Wie die Hauptform der Basilika, selbst mit demNahmen, in das Mitrelulter überging , so trugen auchdie Eonstruction, die einzelnen Theile und unterge-ordneten Glieder lange das Gepräge der schon seit D i o-c l e t i a u von östlichem Einflüsse nicht freyen , rö-