Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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des M i tt e l a lters überhaupt rc. i5

mischen Bauart. So die flachen oder gewölbten De-cken , die einfachen Kreuzgewölbe, die das Gewölbescheinbar stützenden Säule» mit ihren Kapitalen,Architraven und Füßen. Spater/ um die Zeit derLom bardischen Könige in Italien, beginntdas immer sichtbarer hervortretende Streben nach derHohe in dem Zierarh der langen schmächtigen Säulen-schäfte, mit welchen die Giebelseicen geschmückt wur-den. Dabey suchte man aus den Resten der späterenRömerzeit gerade dasjenige heraus, was besondersausfiel, zierliche Arkaden, Bogenstellungen, Säu-len an und in größern und kleineren Öffnungen derFenster und Thüren, kurz das, was das Auge unddie Fantasie ansprach, unbekümmert um die ursprüng-lichen Zwecke jener Glieder, und ob die Stelle, dieman ihnen anwies, den Grundsätze» der wahrenBaukunst entsprach. In den kleinern Verzierungenherrschte gleiche Willkühr und das Abenteuerliche undSeltsame trat besonders in Thierfiguren auf mannig-fache Weise hervor, und verkündigte das dem Mittel-alter so eigenthümliche Streben und Walren derFantasie.

Raum und Zweck dieses Buches gestatten nicht,alle die stufenweise» Unterabtheilungen nach ihren Ei-genthümlichkeiten zu entwickeln, die in dem altchrist-lichen Baustyle bis ins i3. Jahrhundert statt fanden,und deren Darstellung in eine ausführliche Geschichtejener Baukunst gehören.*) Nur bemerken wir, daß

') Möller hat dieses in seinen vortrefflichen Denkmählernauf eine gründliche Weise geleistet.

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