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II. Jahrgang. I. Band.
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24 Ein Blick auf fcte Kirche»haIIkirnst

pellen in den großen Thürmen. Johann der Tän-f er und die vier gekrönten Baumeister nahmen wie-der andere Kapellen ein; und St. Michael hat dieseinige im Dome zuFreyburg gerade über demEingang, als Schirmer des Gotteshauses.

Ein wesentlicher Zug der reichen gothischen Bau-kunst, ist Höhe und Leichtigkeit der zahlreiche» Fen-ster, zum Unterschiede der früheren Bauart, wo kleine,rundbedeckte, dürftige Fensterlein die Schwere unddas Gedrückte des Ganzen noch vermehrten. Jetzt aberwurden die ganzen Wände von oben bis unten mitFenstern durchbrochen, und die nöthige Festigkeit littdennoch nicht, weil das Gewölbe von Strebepfeilern undoft auch noch durch besondere Gegenstreben gestutzt wur-de. Unerklarbar aber ist die Wirkung, welche eine sol-che Reihe oben mit durchbrochenen Rosen und Klee-blättern geschmückter Fenster von außen, und von innengewahren; von außen, indem sie die kahle Fläche thei-len, und Leben und Bewegung in die Masse bringen,wozu auch die mit Statuen und Knospendächlein ge-schmückten Strebepfeiler das ihrige beytragen, weilsie als eben so viele kleine Thürme das Ausstreben desGanzen andeuten und erleichtern: von innen aber,indem das volle Licht des Tages aus die dunkeln undvielfach gebrochenen und schattieren Gewölbe, aus die initschlanken Stäben und Hohlkehlen besetzten Pfeiler,aus alle die zierlichen Knäufe und Leisten, Bildsäulenund Thürmchen einfällt.

Noch nicht genug. Auch die Glasmahlereytrat mit all ihrem Farbenzauber dazu. Diese Kunst.,