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des Mittelalters überhaupt rc.
im Innern der Domkirche, wo die Ausbesserungsarbei-ten regelmäßig fortgesetzt werden und die lange verwahr-losten Fenster wieder ihren farbigen Schimmer ver-breiten, noch mehr aber an der mit großen Kosten undpreiswürdiger Sorgfalt unternommenen, und ohneviel Geräusch, aber desto schneller, vollendeten Erneue-rung der schönen Kirche der heiligen Maria amGestade.
Tritt nun zu diesem rühmlichen Streben derErhaltung auch noch eine lebendige Ausübung derKunst, vorzüglich der Mahlerey, im Sinne und Gei-ste fcer Alten, das heißt in reiner religiöser Absicht,einfach und natürlich im Gedanken, wie in Ausfüh-rung, ohne Effeerbuhlerey, hinzu, und erwacht wie-der eine wahre aus religiöser Bildung beruhende Kunst-liebe unter uns, die das Bild nicht wegen des Mei-sters und der Schule, sondern um der Darstellung wil-len liebt, begehrt und besitzt; dann dürfen wir wiederschöne Zeiten für alle Zweige der christlichen Kunst er-warten, die ihre guten Früchte, vielleicht zwar un-ter andern, als den alten Formen, unfehlbar tragenwird. Welche Wichtigkeit übrigens die katholische Kir-che daraus legt, daß die Gotteshäuser mir guten, we-nigstens dem Geiste und der Darstellung nach den Zwe-cken der Religion entsprechenden Bildern ausgeschmücktwerden, zeigt schon der Umstand, daß der Kirchen-rath von Tridenc diese Angelegenheit zum Gegenstandseiner besondern Sorgfalrgemachc hat, indem er undnach ihm die Synoden zu Mayland, zu Köln, zu"Paris, verordneten, daß jedes Bild aus den Kirchen