zu St. Stephan. 87
dem ersten dieser Brande widerstanden haben, obgleichdie Glocken darin vor Hitze schmolzen. — 2 sucf> nachdem zweyten Brande scheint der größte Theil der Grund-mauern der alte» Kirche, wenn gleich stark beschädigt,stehe» geblieben zu seyn, so daß der Pfarrer Bern-hard Prambach, mit UnterstützungKönig Otto-kars in 5 Jahren die Kirche wieder so weit herge-stellt und gedeckt hatte, daß KaiserRudolph,„in dazM y n st e r, d a tz S a n t S t e p h a n i st g e w e i ch kz e e r n, mit großer Menig g e i stl i ch e r Or-d e n und weltlicher P s a f h a y t ging, unddo dancke t unserm Herrn," (Ottokar Horneckzum I. 1278) nähmlich für den herrlichen Sieg, dener ihm über Ottokar verliehen hatte, wodurch Öster-reich an Habsburg gelangte. — Denn es ist nicht wahr-scheinlich , daß jener Pfarrer die Kirche, wenn sie vomGrunde aus wäre zerstört gewesen, in drey Jahrenwieder vollkommen hätte aufbauen sollen. Daß aberdamahls und nach dem ersten Brande wirklich mancheÄnderungen an dem alten Gebäude vorgenommen wor-den , lehrt der Augenschein in der sonderba/vermeng-ten Anordnung dieser Seite, deren genauere Beschrei-bung weiter unten folgt. ,
Ob und was die ersten Habsburger Albrecht undFriedrich an dieser Kirche gebaut, ist uns ganz unbe-kannt. Erst von Albrecht II., dem weisen, dem Va-ter seines Volkes, dem Gründer der Karthause zuGam m i ng, kommen bestimmte Spuren vor,daß ereinen Chor zu St. Stephan gebaut, der vonmehreren Bischöfen eingeweiht wurde. Nach denz oben