Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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zu St. Stephan, 4 *

einiger Wahrscheinlichkeit auf das Jahr 1400 gesetzt.Seitdem bauten verschiedene Meister an dem ange-fangenen Werke fort, lauter Männer, die nach Ha-sel dach s Versicherung damahls in großem Ansehenstanden, und auch in ihrer Kunst wohl erfahren wa-ren ; aber ihre Versuche, womit sie sich einige Jahrequälten, fielen so unglücklich aus, daß man um 1407alles, was sie aus die Grundlage des ersten Baumei-sters aufführten, wieder abreißen mußte. Nun trataber ein Meister von allem gediegenem Schlage her-vor, der nicht nur Zirkel und Winkelmaß nach kühnund klug berechneten eigenen Planen zu brauchen wuß-te, sondern auch den Muth hatte, ein herrliches, halb-vollendetes Werk, an welchem die Kunst geschickter Mei-ster schon gescheitert war, würdig auszubauen. Dieallgemeine, auf Gründen beruhende, Sage nenntihn An ton Pilgram von Brünn, bemerkt abernicht, ob er da geboren, oder ansäßig gewesen undseine Kunst ausgeübt habe, Die kluge Kühnheit desMeisters drückt sich unverkennbar aus in dem oberenTheile des Thurmes, her nach allen Anzeichenvon da an, wo jetzt die Uhr steht, ihm gehört. Erbaute vor allem den Stamm des Thurmes zumkunstgerechten Schluß der von unten aufsteigen-den und in sinnreicher Verschlingung von Giebelnund Bogen emporstrebenden Zierden noch einige Klaf-ter weiter, und führte nun aufden Hauptmauern desuntern Theiles, die durch Stärke und Leichtigkeit gleichtreffliche Spitze auf. Am 4. Tag nach Michaelis1453 setzte man, einer Chronik zufolge, welche P ez