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II. Jahrgang. I. Band.
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I. D i e Metropolitankirche

die beyden folgenden Alberte ; aber unmöglich ist es,jeden einzelnen Theil nach Jahren zu bestimmen, undihm seinen Erbauer anzuweisen. So viel ist gewiß,daß Rudolphs hoher Chor mit den Abseiten erst beyläufig90 Jahre nach Rudolph, unter Kaiser Friedrich IV.und König Mathias vollendet wurde, um welcheZeit dieser obere Theil urkundlich, übereinstimmendmit dem Charakteristischen der Bauweise, durch HansB up b au m gewölbt, und später gepflastert wurde. Istdie Wölbung und Pflasterung nicht von einer Wiederher-stcllungs - Arbeit zu verstehen, so sieht man wohl, daßnach dem feurigen Rudolph der Eifer und dieWillens-sestigkeit der Fortsetzer sehr erkaltet seyn müsse, undes bedarf keines andern Aufschlußes dazu, als die Ge-schichte Österreichs, welche nach Albrecht III. das berständige Bild innerer Bruderfehden und Entzweyun-gen darstellt, auf Kosten des Landes und der Fürstenangefacht von eigennützigen Unterthanen, die im Dun-keln zu haschen und im Trüben zu fischen wußten.

ES scheint also, daß bis dahin wohl alle gottes-dienstliche Verrichtungen in dem untern Theile derKirche müssen vorgenommen worden seyn.

Ist Anron P i l g r a m wirklich der Vollenderdes großen' Thurmes, so fallen auch seine schönenZierarbeiten, mit welchen er unsern Dom ausge-schmückt, in Albrechts V. Zeit. Leider sind seine Ar-beiten neben wenigen schriftlichen sich widersprechen-den Aufzeichnungen die einzigen Daten, die unsüber diesen trefflichen Meister zu Gebothe stehen.Dieser eben so geschickte Bildhauer als sinnige