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II. Jahrgang. I. Band.
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48 I. D i e Metropolitankirche

SO?eiftcv Buchsbaum mauerte in 6 WachendenGrund bis zu ebener Erde aus; der sauere Wein die-ses Jahres, spottweise der R e i fb e isse r genannt,sollte dem Mörtel, nach dem damahligen Glauben, mehrStarke und Haltbarkeit geben, und Friedrich befahlbey schwerer Ahndung, den ungenießbaren Wein nachSt. Stephan in die Bauhütte zu tragen.

B u ch s b a u m, der Kirchenbaumeister hatte nur4 Jahre an dem zweyten Thurm gebaut, als er starb,nachdem er der Domkirche den größten Theil seinesVermögens vermacht hatte.

Georg Khlaig konnte bey den geringenMitteln, die man ihm zuwies und die größtentheilsin milden Beyträgen bestanden, (der Landesfürst gabwöchentlich nur 4 Pfund Pfennige zum Bau) besondersbey dem ums zehnfache erhöhten Arbeitslöhne, mitseinen zehn oder eilf Arbeitern nur wenig vorrücken.Erstarb um i5o6.

Schon um i45o hatte der Thurm durch ein wil-des Feuer oder durch den Blitz stark gelitten, so daßalles Hvlzwerk ausbrannte, die Steine aber wahr-scheinlich beschädigt wurden und zum Theile borsten:dieser Schaden hatte nach 70 Jahren die Folge, daßder Gipfel den Einsturz drohte; und damahls (i5i4)war es, daß zwey Häuser: Leonhard Häuserfax valle Circo nennt ihn Cuspinian) des KaisersMaximilian Jäger, der dann ein Hauptmann deskaiserlichen Fußvolkes geworden ist, und GregorHäuser von Frey bürg, Steinmetz und Baumei-ster zu St. Stephan, der Nachfolger des Kh l ai'g,