zu S t. Stephan. 4g
tutb Verfertiget' schöner Baurisse des Thurmes, daßdiese beyden Nahmensgenossen das von allen übrigenBauverständigen als ein Wagestück abgelehnte Werkuiirernahmen, den Gipfel des Thurmes in kleineStücke zu zerstemmen, die sie langsam herabließenund nach vollbrachter Ausbesserung der durch Feuer be-schädigten Theile wieder in der vorigen Gestalt auf-setzten. Das schwierigste aber war, der durch den Blitzgekrümmten dicken Eisenstange oder Spindel des oberenTheiles wieder die gerade Richtung zu geben. Dießsoll durch angebrachte Kohlenfeuer erst innerhalb 12Jahren zu Stande gebracht worden seyn; aber da derKnovf von schwerem Stein war, dessen Wucht wederdie Stange noch das übrige Gefüge aushalten konnte,so bog sich die Spitze bald wieder. Endlich entschloßman sich statt des steinernen einen kupfernen, 56Eimer faßenden Knopf mit Stern und Halbmondaufzusetzen, den man nach dem glorreichen Ent-satz« von Wien mir einem Doppeladler und einemKreuze darüber, vertauschte, ein Ereigniß, auf wel-ches eigene Wurfmünzen geprägt worden sind. Diesonderbaren Ceremonien, mit welchen der schlesischeZiegeldecker R e ssyt k o, der sich raufend Gulden da-für zahlen ließ, die gefährliche Abnahme des Mondesund Srernes vor dem ganzen schaulustigen Volke be-werkstelligte, hac Ogesser in seiner Beschreibungder Domkirche bekannt gemacht.
Zu Gr e g 0 r Hausers Zeiten hatte der nörd-liche Thurm eine Höhe von 25 Klaftern, ungefährden dritten Theil des ausgebauten Thurmes erreicht,tt- 2»brg. Driikwuroizkeitrn r.Lv. t. Heil. 4