Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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ga Das Innere der Kirche.

sten. Die Büste des Bischofs K o l l o n i t s ch hat R a-phael Donner verfertigt.

Merkwürdiger als alle diese Steine ist, das leiderschon sehr beschädigte, Grabmahl Rudolphs.desStifters, welchem dieser Dom seine jetzige Großeund Ausdehnung verdankt. Sein Leichnam ruht in dervon ihm erbauten Gruft; aber zu Anfang des.Jahrhunderts setzte man ihm und seiner Gemahlinnein sehr gut gearbeitetes Grabmahl, neben dem jetztbestehenden Frauenaltare in der Wand , die diesenChor von dem Mittelchore und Hochaltare trennt. Dersteinerne Sarg ist mehr als neun Fußlang, auf dessenDeckel die liegende» lebensgroßen Figuren des Fürstenund seiner Gemahlinn zu schauen sind. Beyde stützenihre Füße auf Löwen, Sinnbildern der Kraft und desAdels an Geburt und Gemüth. Sie tragen Zinken-kronen auf ihren Häuptern; Rudolph ist, nach derWeise, wie an seinen übrigen Sratnen, geharnischt,hat eine Panzerschürze, einen breiten und tiefliegendenGürtel und zwey von der Brust herabhangende Kett-chen für Schwert und Dolch. Katharina hält denScepter in der Hand. Zwischen beyden Gatten siehtman oben des Herzogs Helm mit dem Pfauenbusch,unten das Modell einer Kirche. Die Schrift amRande des Grabmahles besteht aus drey Heramekcrn:

Alberti Ducis Australis jacet iuclyta Proles

Conjugis Ipsius de Ferretisque scanne

Hoc tumulata loco populo recolenda devoto.

Die Wand des Sarges zeigt acht gothische Ni-schen, in welchen eben so viele geistliche Personen,