Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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Das Innere der Kirche. 91

in bethender oder klagender Stellung, Bücher in denHänden, angebracht waren, welche aber seit HerrgottsZeit, der sie abbilden ließ, sämmtlich verschwunden sind.

Die zahlreichen Altäre undK a p e ll e n des Do-mes fordern noch einige Bemerkungen. Das Altarblattdes großen Frauenchores ist von Johann Spilber-ger vom Jahre 1672. Als Meister der andern durchausnicht ausgezeichneten Bilder werden genannt: Roth-mayer, Carl Aue r dach, Gries,Ma nigella,ein gewisser Michael Angelo (wieOgeffer ihn S.i 3 o anführt) der 1751 ein Bild um i 5 o st. gemahlthaben soll.

Das Gnadenbild der h. Maria von P 0 t sch ,welches auf dem Hochaltar steht, soll im Jahre 1676von einem ungarischen Mahler verfertigt worden seyn;es ist offenbare Nachahmung der älteren griechischen Ge-mählde, wie schon die beygeschriebenen griechischen Nah-menlsi.. is XL°.andeuten. Ein sehenswerchesDenkmahl der ältesten Mahlerey ist das Bild U. L.Frau auf dem so genannten alten Frauenaltar (demjetzigen Speisaltar.)Es ist auf Goldgrund gemahlt, inwelchem eingegrabene Züge und Arabesken sind, undstellt die Mutter Gottes stehend in blauem Mantelvor mit dem göttlichen Kinde auf dem Arme. Überihrem Haupte halten zwey Engel eine goldene Krone,und zu ihren Füßen sieht man mehrere kniende undbethende Personen, in verhältnißmäßig ganz kleinemMaßstabe, ohne Zweifel die Familie des Gebers,eines Wienerbürgers, der es i 4 g 3 der Kirche schenkte.

Keine Spur aber ist jetzt mehr von dem köstlichen.