Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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g2 Das Innere der Kirche.

mit Gold und Edelsteinen verzierten Muttergottesbilde,welches der Pfarrer dieser Kirche, Heinrich vonL u c e r n, dem von ihm erbauten Fronleichnams-altare schenkte.

Eine Erwähnung verdient auch das kunstreicheThongebilde der h. Dreyfaltigkeir, welches die Hafner-zunst sammt dem altenAltare (ein Trinitatisaltar kommtschon istgg vor) hier errichten ließ. Dieses Bildwerkist zwar nicht mehr in der Kirche, aber doch nicht, wiedas meiste andere, verloren. Denn Anton von G u a-r i e n t kaufte bey Erbauung eines neuen Altars denalten sainmt dem Thonbilde, welches er in der St. He-lenakapelle bey Baden in Österreich aufstellte. Wirklichbefindet sich dem Vernehmen nach dieses schone Bild-werk noch in der Helenakapelle in gutem Zustande.

Das Bild der h. Theresia auf dem Sebastiansal-tare, zwischen der unteren Sakristey und dem Singer-thore, verdient alle Aufmerksamkeit. Die im Brustbil-de und in Carmelitertracht gemahlte Heilige richtet vollEntzückung ihre großen und durchdringenden Augengen Himmel. Die geistreichen, ganz persönlichen Zügesind offenbar Porträt, selbst das gelbliche Colorit ver-kündet die Spanierinn. Das Bild ist auch in künstle-rischer Hinsicht sehr zu loben.

Von den vielen Kapellen des Domes sind dievorzüglicheren jene vier, welche unter den großen Thür-men , und zu beyden Seiten des Riesenthores ange-brachtsind. Aufjene wurde offenbar schon bey der Grün-dung der Thürme Rücksicht genommen, wenn sie gleicherst später ausgebaut und eingeweiht wurden. Die K a-