Das Innere der Kirche. g 5
tharinakapelle unter dem großen ausgebautenThurme stand bereits i 3 g 6 . Man bemerkt in ihr ei-ne bey alten Bauwerken jener Zeit nicht ungewöhnli-che Art des Kreuzgewölbes, dessen sämmtliche Gurtensich in der Mitte in einen weit herabhangenden, nachunten spitz geschlossenen Knopf endigen , der ganz freysteht, so daß sich das Gewölbe in sich selbst trägt. DerSchlußstein an dem Knopfe zeigt das erhobene Bildder h. Katharina. Sonst ist außerdem Grabmahle desBischofs Anton Wolfrath, nur der alte, schöne mar-morne Taufstein der Kirche vom I. 1481 darin se-henswerth, an dessen Außenrand die zwölf Apostel inerhobener Arbeit erscheinen.
Die Barbarakapelle von gleicher Größe mitjener, entstand 1492. Die von dem reichen Geschlech-te der Tirna, >326, unter Albrechts II. Regie-rung erbaute jetzige Kreuz-oder SavoyischeKapelle, — so genannt, weil sie Eugens und Ema-nuels von Savoyen Grabmähler enthält, — nimmtden äußersten nördlichen Theil der Fronte ein. Dashier verehrte, große, kunstreich geschnitzte Cruzifipbildüber dem Altare ist der einzige in Hinsicht auf Kunstbedeutende Gegenstand dieser ganz modernisirten Ka-pelle. — In ihrer reinen, ursprünglichen Gestalt abersteht noch gegenüber die E l i g i u s- oder T a u fk a pel-l e; sowohl die vielen, unter zierlichen Baldachinen ste-henden, Heiligenstatuen an den Pfeilern, als die schönenmit Laubwerk gezierten Fensterbogen, die schönen bun-ten Fensterselbst, und dasgroße mit gemahlten Schei-nen prangende Rosenfenster gegen Westen machen sie