Band 
II. Jahrgang. I. Band.
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yg II. Die Kirche zu Maria-Stiegen.

Kunst sehr verdiente Glasmahler Mohn hat auchhier, theils nach Ludwig S ch n o r r s Zeichnungen,Glasbilder und deren Ergänzungen geliefert, die denalten im Technischen nicht nachstehen.

Über das, durch die Sage überlieferte hohe Al-ter eines Kirchleins an dieser Statte, gab schon daszweyte Heft des II. Bandes dieser Geschichte einigeAndeutungen. Auch fehlt es nicht an spater» Daten vomJahre n53 bis istin; allein die schwankende Ge-schichte eines so oft niedergerissenen, angebauten, erneu-ten , vergrößerten Baues, reicht zur Begründung ei-nes Kunsturtheiles nicht aus. So viel ist mir beynahe ge-wiß/daß von dem älteren Baue des 12 . Jahrhunderts,der ersten Stephanskirche gleichzeitig , nichts mehr sicht-bar ist, wie man doch aus der Betrachtung der westli-chen Seite hat folgern wollen; diese, mit ihrer rei-chen Eingan gshalle,dem durchaus herrschenden spitzigenBogen und der Brustwehre oben, gehört offenbar demist. Jahrhundert, den Regierungen Albrechts II. oderRudolphs IV. (i526 bis i365) an, und scheint nichtalter zu seyn, als die ganze jetzige Unterkirche, biszu den Stufen, die das Schiff vom Chore trennen.Daß aber der Chor jünger, und überhaupt beyde Thei-le der Zeit nach verschieden sind, beweist schon dieschiefe Richtung, die sie gegen einander haben, mehrnoch das Mißverhältnis; der Lange zur Breite; dieganze Länge der Kirche im Lichten nähmlich hat 36,die Breite aber im Chore nur 6, im Schiffe garnur .st Klafter. Ein drittes Kennzeichen endlich, daßdas. Unterschiff älter sey, ist sein viel reicheres Ee-